So wird der deutsch-polnische "Polizeiruf 110: Muttertag"

Im "Polizeiruf 110: Muttertag" müssen die Kommissare Lenski und Raczek den Mord an einem Mann in einem Wald im deutsch-polnischen Grenzgebiet aufklären. Außerdem wird die junge Sabrina vermisst. Lohnt sich das Einschalten?

Artikel drucken Artikel einbetten
So wird der deutsch-polnische "Polizeiruf 110: Muttertag"
Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski (Maria Simon) und Kollege Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) untersuchen den Tatort, ein Wald mit bizarr-krummen Bäumen nahe der deutsch-polnischen Grenze Foto: rbb/Oliver Feist

Bei ihrem dritten gemeinsamen Fall - "Polizeiruf 110: Muttertag" (14.5, 20:15 Uhr, das Erste) - verbringen Kommissarin Olga Lenski (Maria Simon) und ihr Kollege Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) mehr Zeit miteinander, als ihnen lieb ist. Sie müssen sich sogar ein Bett teilen...

Lucas Gregorowicz in "Lammbock" - hier können Sie die DVD der Kifferkomödie bestellen

Darum geht's im Krimi


Kommissar Raczek will von Enrico Schoppe, dessen Mutter Heidi ihn nicht aus den Augen lässt, wissen, in welcher Beziehung er zu der vermisst gemeldeten Frau steht
Foto:rbb/Oliver Feist

Eine Leiche wurde in der Nähe von Szczecin in einem bizarren Wald gefunden. Zeugen geben an, ein Auto mit deutschem Kennzeichen am Tatort gesehen zu haben. Vor Ort ermitteln Lenski und Raczek, dass es sich bei dem Toten um den polnischen Familienvater und Kleinunternehmer Janusz Kubiak handelt. Er soll ein enges Verhältnis zu Sabrina Uhl (Jennifer Krannich) gehabt haben, einer jungen Frau aus dem nahe gelegenen Wüsterow auf deutscher Seite. Als die junge Frau von ihrer Mutter als vermisst gemeldet wird, gerät ein Freund von Sabrina, Enrico Schoppe (Anton Spieker), unter Tatverdacht. Aber der junge Mann schweigt beharrlich - genau wie seine Mutter Heidi (Ulrike Krumbiegel).

Lohnt sich das Einschalten?


Lenski und Raczek finden im Zimmer eines Verdächtigen Hinweise im Zusammenhang mit einem Gewaltverbrechen
Foto:rbb

Ja, aber dieser Krimi ist kein Pflichtprogramm. Der eher naheliegende Hintergrund des Mordfalls kommt den beiden Ermittlern erst relativ spät in den Sinn. Das könnte all jene Zuschauer irritieren, die miträtseln wollen. Denn je fantasievoller man konstruiert, umso falscher liegt man.

Sehenswert, obgleich nicht im ästhetischen Sinn, ist die Szenerie, in der der Krimi spielt. Wer würde angesichts dieser Tristesse und Perspektivlosigkeit keine düsteren Gedanken entwickeln. Nachdenklich macht auch die Geschichte um das schwarze Schaf des Dorfes. Fast alle gehen in seinem Fall immer vom schlimmsten aus. Nur seine Mutter hält zu ihm. Apropos, mit dem Muttertag, der in Deutschland am Sonntag ebenfalls gefeiert wird, hat der Krimi nicht wirklich etwas zu tun, mit Müttern dagegen schon.

Sahen die Sonntagskrimi-Fans vergangene Woche mit dem "Polizeiruf 110: Nachtsicht" einen Krimi-Thriller, ist es diesmal ein Krimi-Drama.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren