So wird der "Tatort" mit den neuen Erfurter Ermittlern am Sonntag

Der erste Fall für das neue "Tatort"-Team des MDR führt zwei Kommissare und eine Praktikantin in das Erfurter Studentenmilieu. Was der "Kalte Engel" damit zu tun hat, zeigt sich am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten. Lohnt sich das Einschalten? Hier gibt es die Antwort!

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So wird der "Tatort" mit den neuen Erfurter Ermittlern am Sonntag
Neues "Tatort"-Team in Erfurt: Benjamin Kramme (li.), Friedrich Mücke und Alina Levshin Foto: MDR/Guido Werner

Woher hatte eine Studentin so viel Geld? Ein reicher Freund, ein Sugar Daddy? War Anna wirklich das letzte weibliche Opfer des Mörders Roman Darschner oder kam sie bei einem anderen Gewaltverbrechen ums Leben? Das sind einige der Fragen, die die jungen Ermittler Kriminalhauptkommissar Henry Funck (Friedrich Mücke), Kriminaloberkommissar Maik Schaffert (Benjamin Kramme) und ihre Praktikantin Johanna Grewel (Alina Levshin) in das studentische Milieu von Erfurt führen. Hier die wichtigsten Antworten zum Sonntagskrimi (20.15 Uhr, Das Erste):

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Um was geht es im "Tatort - Kalter Engel"?

Nach einer Verfolgungsjagd kann das Erfurter Ermittlerduo Henry Funck und Maik Schaffert den mutmaßlichen mehrfachen Frauenmörder Roman Darschner (Godehard Giese) festnehmen. Eine Frau scheint dem Mörder jedoch kurz zuvor noch zum Opfer gefallen zu sein: Die schöne Studentin Anna Siebert wurde erschlagen an der Gera aufgefunden. Gemeinsam mit der unerfahrenen Polizei-Praktikantin Johanna Grewel brechen die Kommissare zum Tatort auf. Bei der Untersuchung von Annas Wohnung entdecken die Ermittler nicht nur teure Klamotten - sondern auch, dass die Ermordete offenbar umziehen wollte. Lisa Kranz (Henriette Confurius) und Valerie Bultmann (Karoline Schuch), zwei Bekannte, beschreiben die Tote zudem als einen Menschen, der andere nur ausnutzte.

Lohnt es sich, am Sonntag einzuschalten?

Ja, denn mit Friedrich Mücke (32, "Friendship!"), Benjamin Kramme (31, "13 Semester") und Alina Levshin (29, "Kriegerin") geht in Erfurt nicht nur ein neues Team an den Start, sondern auch das jüngste der ganzen Reihe. Apropos: Komplettiert wird der Cast diesmal von Henriette Confurius (22, "Die Wölfe"), Karoline Schuch (32, "Krupp - Eine deutsche Familie"), Tim Morten Uhlenbrock (28, "Ich trag dich bis ans Ende der Welt") und Florian Bartholomäi (26, "Bloch: Schattenkind") - allesamt ebenfalls ausgezeichnete deutsche Nachwuchsschauspieler. Da hat es die Chefin, Kriminaldirektorin Petra "Fritze" Fritzenberger (Kirsten Block, 52) nicht immer leicht. Eine neue Generation "Tatort"-Fans könnte mit der jungen Truppe allerdings schon begeistert werden.

Wie sind die Ermittler drauf?

Ebenfalls nicht leicht hat es die neue hochgebildete Praktikantin Johanna, denn vor allem Kommissar Henry hat keine Lust auf Nachwuchsförderung - "Sie hat einen geilen Arsch". Mehr Interesse zeigt er am eigenen Nachwuchs, denn er ist alleinerziehender Vater. Co-Ermittler Maik isst dagegen allein und zwar Pizza, nachdem er zur Begrüßung in seinen Boxsack geschlagen, sich ein Bier aus dem Kühlschrank geholt und an der Tischkante geöffnet hat. Cool! Relativ cool ist er auch, als er einem äußerst unheimlichen Mann in Schach hält, der ihn mindestens verletzen will - bei der gruseligen Szene lässt Halloween grüßen.

Gibt es wieder eine sozialkritische Ebene?

Ja. Der Fall in Erfurt, der Stadt, die 2002 durch einen Amoklauf im Gutenberg-Gymnasium traurige Berühmtheit erlangte, zeichnet ein ebenfalls trauriges Bild des aktuellen Studentenmilieus: Druck, schlecht bezahlte Jobs, Aufputschmittel, Prostitution... Sollte die Lage der Studierenden in Zeiten der Bachelor- und Masterstudiengänge tatsächlich so mies sein, kann einem die "Pflichterfüllergeneration", wie sie im "Tatort" genannt wird, nur leid tun.

Das Beste am neuen "Tatort"?

Die Praktikantin! Ähnlich wie im Fall des Assistenten Gisbert Engelhart (Fabian Hinrichs), der in einem BR-Tatort Anfang des Jahres für positives Aufsehen sorgte, will man auch von der manchmal etwas siebengescheiten Praktikantin Johanna - "Ich steh' nicht so auf Stoffwechselbeschleuniger" - mehr sehen. Einziger Unterschied: Die faszinierende Alina Levshin bleibt!

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