Das Finale von "Promi Big Brother" (Freitag, 20.15 Uhr, Sat.1) rückt immer näher, und immer mehr Betten - bzw. Keller-Matratzen - leeren sich. Bis auf die schwer leidende und allseits unbeliebte Janina haben die Zuschauer bislang hauptsächlich die farbloseren Kandidaten aus dem Container gewählt - mit anderen Worten: die Langweiler. Aus den übrig Gebliebenen den Top-Kandidaten für den Sieg am kommenden Freitag herauszufiltern, ist nicht einfach. spot on news macht dennoch den Versuch und stellt die drei heißesten Favoriten vor:

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Claudia Effenberg (48)



Foto:Sat.1

Pro: Dusch-Streik, Lästereien und Zickenkrieg - Claudia lässt es im "Promi Big Brother"-Haus ordentlich krachen. Eine solche Rolle hätte man vor dem Start der Show wohl eher Michael Wendler oder dem selbstbetitelten Provokateur Ronald Schill zugetraut. Damit bringt Claudia mehr Unterhaltung und Leben in die Bude als die meisten ihrer Konkurrenten - und das wird beim Reality-TV bekanntlich belohnt.

Contra: Sie macht Spaß, aber die wenigsten Zuschauer würden der Ex-Spielerfrau wohl den Gewinn der Siegesprämie gönnen. Denn Claudia lästerte nicht nur über ihre Mitbewohner, sondern auch über ihre Fans. Außerdem dürfte es die männlichen Fans enttäuschen, dass das Ex-Model mit seinen Reizen geizt - weil sie es ihren Kindern versprochen hat, zieht Effenberg im Container nicht blank.

Trotz Unterhaltungswert ist der Unsympathie-Faktor wahrscheinlich zu groß. Siegeschancen: 40 Prozent.

Ronald Schill (55)



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Pro: Mit Schill zog eine gehörige Portion Skandal in den Container ein. Koks, Sex und sein unrühmlicher Sturz aus der Politik sind in seiner Autobiografie festgehalten, die durch einen überaus glücklichen Zufall gerade jetzt auf den Markt kommt. Mit seinen Protzereien von unzähligen Frauen, Gruppensex und seltsamen Praktiken übertrifft er sogar Porno-Sternchen Mia in Sachen Versautheit. Getreu seinem Image war er bislang auch der einzige männliche Bewohner, der blank zog - und das schon am zweiten Tag.

Contra: Obwohl Schill bisher flirtet, was das Zeug hält, hatte sich jeder, der von "Richter Gnadenlos" gehört hatte, etwas mehr von ihm erwartet. So hat es bisher weder eine Drogenrazzia gegeben noch wurde das Hamsterrad für nächtliche Orgien zweckentfremdet. All das und mehr wäre Schill zuzutrauen gewesen. Stattdessen zeigt er sich von seiner charismatischen Seite, bietet dem Wendler, der seine Sensibilität entdeckt hat, eine Schulter zum Ausweinen und spricht ganz Format-untypisch in zusammenhängenden, klaren Sätzen.

Frech, frivol, nackt - aber zahmer als erwartet. Siegeschancen: 60 Prozent.

Hubert Kah (53)



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Pro: Zugegeben, vor dem Einzug der Kandidaten hatte den schrulligen NDW-Star wohl keiner auf dem Schirm. Doch mit seinen befremdlichen Gesangs- und Tanzeinlagen, unerhofften Po-Grapschern und seiner überraschend bösen Schnodder-Schnauze verblüffte und entzückte er das Publikum. Außerdem hat Kah, der seit Jahren mit Depressionen zu kämpfen hat, als einziger der wenigen Verbliebenen im Container eine tragische Geschichte. Ihm würde man den Gewinn der 100.000 Euro gönnen.

Contra: So sehen Sieger aus? Wohl kaum. Hubsi ist unterhaltsam genug, dass die Zuschauer ihn nicht rauswählen mögen, doch ob sie ihn tatsächlich auf dem Thron sehen wollen, wird sich zeigen. Auch den Glamour-Faktor sucht man bei dem strubbeligen Pantoffelhelden vergeblich.

Glamour hin oder her - Hubert Kah ist der heimliche Star des Containers. Der Überraschungs-Kandidat macht das Rennen. Siegeschancen: 90 Prozent.