Der österreichische Schauspieler Karl Markovics hat bereits unzählige Rollen gespielt, für viele ist der 50-Jährige aber auch heute noch der "Stockinger" aus der TV-Serie "Kommissar Rex" und dem gleichnamigen Spin-Off. Heute Abend ist Markovics als Profiler in dem melancholisch-düsteren Psychothriller "Mord in den Dünen" (ZDF, 20.15 Uhr) zu sehen. Über den Film, seinen 50. Geburtstag und natürlich über sein Alter Ego Stockinger spricht er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Sehnsucht nach dem "Stockinger"? Hier finden Sie alle Folgen der Serie

Im Psychothriller "Mord in den Dünen" sind Sie als Profiler zu sehen, was hat Sie an der Rolle gereizt?

Karl Markovics: Der Charakter der Figur. Ein Mann, der seine Angst vor dem Chaos durch analytisches Denken zu kompensieren versucht.

Haben Sie vor den Dreharbeiten mit echten Profilern gesprochen?

Markovics: Ich hatte bereits intensive Vorerfahrungen aus anderen Projekten. So habe ich unter anderem schon den österreichischen Briefbombenattentäter Franz Fuchs und auch Sigmund Freud dargestellt.

Was ist spannender zu spielen - der Kommissar oder der Profiler?

Markovics: Das kommt immer auf die Geschichte und den Charakter der Rolle an. Meistens sind die Täter die spannendsten Figuren.

Schauen Sie privat gerne Krimis?

Markovics: Nicht wirklich. Ich lese lieber welche. Das hätte ich jetzt nicht sagen sollen, oder?

Viele denken bei Ihrem Namen immer noch an "Stockinger" - nervt es Sie, immer wieder darauf angesprochen zu werden?

Markovics: Nächste Frage. Nein, im Ernst, es kommt immer darauf an, wie man mich das fragt und in welchem Zusammenhang. Ich habe diese Rolle sehr gerne gespielt, und der Erfolg war eine große Bestätigung meiner Arbeit. Dass viele Menschen gerade bei Serienrollen nicht mehr zwischen dem Schauspieler und der Figur unterscheiden, bringt das Wesen "Serie" mit sich. Entweder man lässt sich voll und ganz darauf ein und spielt ein Leben lang mehr oder weniger dasselbe, oder man zieht rechtzeitig einen Schlussstrich und geht neue und ganz andere Wege.

Hätten Sie Lust, mal wieder eine Serie zu machen?

Markovics: Derzeit nicht. Vielleicht schreibe ich mal selbst eine und produziere sie auch gleich - als Altersversorgung wäre das sicher nicht schlecht. Glauben tue ich das aber nicht.

Sie haben schon unzählige Preise in Ihrer Karriere abgeräumt - welcher hat für Sie die größte Bedeutung?

Markovics: Als kleines Kind gewann ich meinen ersten Preis bei einer Lotterie auf dem Erntedankfest in dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin. Es war eine orangefarbene Klobürste. Bei jedem Preis, den ich später gewann, musste ich unweigerlich daran denken.

Sie sind vor Kurzem 50 Jahre alt geworden, hatten Sie Panik vor dem runden Geburtstag?

Markovics: Im Ernst, ich bin 50?

Wie alt fühlen Sie sich wirklich?

Markovics: Wie 51.

Welche Träume möchten Sie sich in Ihrem Leben noch erfüllen?

Markovics: Dass ich machen kann, was ich will und keiner erkennt mich auf der Straße.