Bamberg
Glosse

Ich wollt', ich wär' kein Huhn - Henne Gerda verlässt die Autobahn

Eine abenteuerlustige Henne narrt wochenlang die Polizei - und lebt nun bei einer Tierschützerin.
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Knapp vier Wochen hat Huhn Gerda an der Autobahn gelebt. Foto: Polizeidirektion Dresden/dpa
Knapp vier Wochen hat Huhn Gerda an der Autobahn gelebt. Foto: Polizeidirektion Dresden/dpa
Soll keiner sagen, dass alle Hühner gern ein langweiliges Leben führen. Jeden Tag ein Ei legen, auf der Stange pennen und darauf warten, dass sich der Hahn irgendwann mal erbarmt - Gerda aus Dresden hatte da ganz andere Vorstellungen.
Das abenteuerlustige Huhn wollte die Welt sehen oder zumindest einen Teil davon. Wenngleich sich Gerdas großer Traum nicht über die Stadtautobahn hinausentwickeln durfte, hat sie doch Beharrlichkeit bewiesen und sich vor der Polizei und allen anderen auf Stand- und Mittelstreifen geflüchtet. Aber Gerda wollte nicht wie die von Otto Waalkes zitierte Frau Surbier werden. Die lebte sechs Jahre an der Autobahn und antwortete auf die Frage, ob es denn Folgeschäden gebe, nur kopfschüttelnd "Neiiinneiiinneiiin". Und so hob das Huhn die Kralle zum Trampergruß, stieg ins nächste Auto und landete bei einer Tierschützerin.
Ob Gerda nun ein spannenderes Leben führen darf, muss sich zeigen. Wenn nicht, will sie es beim nächsten Mal am Dresdner Flughafen versuchen und dort ihre Eurowings testen.