TV-Krimis kommen in Deutschland meistens gut an - aber dass die ARD-Vorabendreihe "Hubert und Staller" am Dienstag bei ihrem Sprung ins Primetime-Programm aus dem Stand fast 4,3 Millionen Menschen vor den Bildschirm gelockt hat, das kam doch ein wenig unerwartet. Auch für den Schauspieler Helmfried von Lüttichau (56), der an der Seite von Co-Star Christian Tramitz (58, "Der Schuh des Manitu") die Rolle des Johannes Staller übernimmt. Eine Erklärung für den Erfolg hat er trotzdem: Die Serie entspreche nicht dem üblichen Krimi-Zuschnitt, sagte er der Nachrichtenagentur spot on news

Die ersten beiden Staffeln von "Hubert und Staller" gibt es hier bereits auf DVD zu kaufen

"Die beiden Hauptfiguren folgen nicht dem Schema, das sonst oft in Krimis verwendet wird", sagte er. "Man merkt vermutlich, dass sie nicht von Autoren erdacht wurden, sondern auch von der speziellen Chemie zwischen Christian Tramitz und mir leben - wir haben das länger gemeinsam entwickelt", sagte von Lüttichau. "Ich könnte mir vorstellen, dass das den Leuten gefällt. Das ist jedenfalls das Feedback, das ich oft bekomme."

Eigentlich ist "Hubert und Staller" Teil der ARD-Vorabendreihe "Heiter bis tödlich": Tramitz und von Lüttichau sollen als ungleiche Ermittler im beschaulichen Bayern für Ordnung sorgen. Nachdem sich die Serie am Vorabend verhältnismäßig gut schlug, gab es nun erstmals den erfolgreichen Ausflug in die Hauptfernsehzeit - und einzelne Kommentatoren fordern sogar schon einen dauerhaften Primetime-Sendeplatz für die Reihe. Soweit will von Lüttichau allerdings nicht gehen: "Das ist die Entscheidung der ARD", sagte er. Am besten gehe man "einen Schritt nach dem anderen".

Für das Serien-Team sei der Erfolg ohnehin überraschend gekommen. Schließlich sei man so viele Zuschauer vom Vorabend-Sendeplatz nicht gewohnt. "Wir haben uns wahnsinnig gefreut", verrät von Lüttichau. "Auch wenn wir natürlich gehofft hatten, dass es gut laufen wird".

Bereits nächsten Dienstag dürfen "Hubert und Staller" im Ersten wieder zur besten Sendezeit auf Verbrecherjagd gehen. Insgesamt sechs Folgen sollen um 20.15 Uhr laufen. Unterdessen wird an einem See im bayerischen Voralpenland bereits neues Material gedreht. Wie von Lüttichau spot on news verriet, geht es in einer der Folgen um eine tote Schlittschuhläuferin, die im See gefunden wird. Wie das mit den aktuellen Wetterbedingungen beim Dreh zusammenpasse, müsse vorerst allerdings ein Geheimnis bleiben.