Am Sonntag starten in den USA die letzten Folgen von "Breaking Bad". Im Mittelpunkt der Ausnahmeserie, die auch hierzulande von Kritikern mit Lob überschüttet wird, steht Schauspieler Bryan Cranston (57). Seit mittlerweile fünf Staffeln verkörpert er Walter White, einen Chemielehrer, der erst verzweifelt gegen den Krebs kämpft und schließlich zum furchteinflößenden Drogenbaron aufsteigt. Im Interview mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" gesteht Cranston, dass ihm diese dunkle Seite auch im Privatleben nicht fremd ist. "Es ist schon viele Jahre her. Ich dachte ernsthaft darüber nach, eine Freundin umzubringen."

Die ersten acht Folgen der finalen fünften Staffel können Sie hier auf DVD bestellen

Die Frau habe ihn verfolgt, sie sei drogenkrank und zu vielem fähig gewesen. "Ich habe mir in allen Einzelheiten vorgestellt, wie ich ihren Kopf in meinem Appartement vor die Wand schleudere. Ich muss vorübergehend geisteskrank gewesen sein." Er habe dann sofort die Polizei gerufen, als ihm das bewusst wurde.

Der Aufstieg des Walter White zur gefürchteten aber auch geschätzten Respektsperson ähnelt dem Werdegang des Schauspielers. Viele Jahre war er als Familienvater aus der Serie "Malcolm mittendrin" bekannt, bekam ansonsten aber nur kleinere Rollen. Seit er seit 2008 für "Breaking Bad" vor der Kamera steht, gewann er drei Emmys und wurde zweimal für den "Golden Globe" nominiert. Er habe "Glück gehabt", sagt Cranston im Interview. "Meine Karriere ist durch 'Breaking Bad' geradezu explodiert. Viele wollen jetzt mit mir arbeiten. Ich fühle mich geschmeichelt und geehrt."

Die finalen Episoden werden im deutschen Free-TV erst in einigen Monaten zu sehen sein. Wer nicht so lange warten möchte, kann auf Onlinevideotheken wie Watchever oder iTunes zurückgreifen, wo es die Folgen wenige Tage nach der US-Ausstrahlung zum Download geben wird.