Bleibt Fabian Hinrichs beim Frankentatort?

Als Assistent Gisbert Engelhardt spielte sich der Schauspieler Fabian Hinrichs in die Herzen der Tatort-Fans. Umso größer war das Entsetzen als sein Einstieg gleichzeitig auch sein Ende war. Im Dezember 2013 dann der große Coup: Hinrichs wird selbst Kommissar im brandneuen Frankentatort. Ob er diesmal bliebt, verrät er im Interview.

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Bleibt Fabian Hinrichs beim Frankentatort?
Bevor er in Franken auf Mörderjagd geht, war Fabian Hinrichs im Dezember noch im Polizeiruf "Wolfsland" zu sehen Foto: rbb/Oliver Feist

Der neue Frankentatort nimmt Formen an. Heute wurde bekanntgegeben, dass Regisseur Max Färberböck (63, "Aimée und Jaguar") Drehbuch und Regie der ersten Folge übernimmt. Bereits Ende 2013 hatten die Senderverantwortlichen des BR die beiden neuen Kommissare vorgestellt: Schauspieler Fabian Hinrichs (39, "Sophie Scholl - Die letzten Tage") zieht als Hauptkommissar Konrad Wagner nach Nürnberg, um die Leitung der Mordkommission Franken zu übernehmen. Seine Kollegin vor Ort ist Hauptkommissarin Paula Wiesner, gespielt von Dagmar Manzel (55, "Als Der Fremde kam").

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Angesichts der großen Protestwelle, die sich in den sozialen Netzwerken breit machte, nachdem Fabian Hinrichs nach nur einer Folge als Assistent der Münchner Tatort-Kommissare sterben musste, stellt sich für alle Fans nun die Frage, ob Hinrichs diesmal bleibt. Die Nachrichtenagentur spot on news hat bei dem Hamburger und Noch-nicht-Frankenexperten nachgefragt.

Herr Hinrichs, die Fans waren zutiefst betrübt über Ihr Ausscheiden als Assistent nach nur einer BR-Tatort-Folge ("Der tiefe Schlaf"), sie wollten Sie unbedingt zurück. Wie haben Sie das erlebt?

Fabian Hinrichs: Ich war fünf Wochen lang in Asien ohne Handy und E-Mail, und habe es insofern etwas verzögert erlebt. Dann war ich sehr überrascht und habe mich natürlich unheimlich gefreut. Alexander Adolph hat einen tollen Film gemacht.

Gab es danach die Überlegung, Gisbert Engelhardt wieder auferstehen zu lassen?

Hinrichs: Nein, nie. Es ging ja gerade darum, eine Figur zu haben, die unheimlich nervt, die man aber doch liebgewinnt, die dann aber stirbt.

2014 kehren Sie immerhin zur Reihe zurück. Wie finden Sie den neuen Job?

Hinrichs: Ich freue mich tierisch darauf, handelt es sich beim Tatort doch um eine der letzten Konstanten des gesellschaftlichen Lebens. Wir haben hier exzellente Möglichkeiten, anspruchsvolle, unterhaltende Filme über einen langen Zeitraum hinweg zu erfinden.

Was für ein Kommissar wird Ihr Kommissar?

Hinrichs: Es ist zu früh, dazu etwas zu sagen, weil wir die Rolle gerade entwickeln. Außerdem ist diese Rolle nicht losgelöst zu betrachten von der Dagmar Manzels, meiner künftigen Tatort-Kollegin. Feststeht allerdings, dass es kein zweiter Gisbert Engelhard werden soll, obwohl die Rolle natürlich herrlich war.

Waren Sie schon mal in Franken?

Hinrichs: Ich war schon in Nürnberg, Bayreuth, Aschaffenburg und Hof. Trotzdem wäre es Quatsch, zu behaupten, dass ich ein Franken-Experte bin. Ich bin auch kein Hessen-, Saarland-, Thüringen oder Rheinlandpfalz-Experte. Aber gerade weil man bei Filmarbeiten oft an Orte kommt, an die es einen sonst vielleicht nicht verschlagen hätte, freue ich mich so sehr darauf.

Kennen Sie jemanden in Franken?

Hinrichs: Ein alter Schulfreund von mir lebt in Kronach, da war ich schon. Und der ehemalige Schlagzeuger von den Goldenen Zitronen lebt mit seiner Familie in Fürth und ist anscheinend sehr gerne dort. Vorher hat er in Hamburg und Berlin gewohnt, darauf hatte er aber keine Lust mehr.

Könnten Sie sich ebenfalls vorstellen, mit der Familie nach Franken oder aufs Land zu ziehen?

Hinrichs: Ich habe großes Glück, das Gute an meinem Beruf ist, dass man wohnen kann, wo man will. Ob auf Sylt oder in London, ist eigentlich egal. Daher überlegen meine Frau und ich tatsächlich gerade, ob wir vielleicht aufs Land ziehen. Was uns noch ein bisschen abschreckt, ist die mögliche Vereinsamung, weil die Freunde wohl nicht mitkommen, weder nach Franken noch nach Brandenburg.

Würden Sie die Stadt nicht vermissen?

Hinrichs: Meine Freunde würde ich sehr vermissen. Ansonsten habe ich aber mein ganzes Leben in der Stadt verbracht und fast alles ausgekostet, was sie zu bieten hat. Jetzt kann ruhig etwas Neues kommen.

Sind Sie sich des Franken-Bayern-Konfliktes bewusst?

Hinrichs: Ich habe davon gehört, dass es da so ein vergleichendes und konkurrenzbehaftetes Verhältnis gibt. Egal, ob das stimmt oder nicht, diesen Weg werden wir natürlich nicht weitergehen. Wie heißt es im Sportjargon: Wir müssen auf uns selbst schauen und unsere Spiele gewinnen.

Gruseln Sie sich schon vor der Kritik nach der ersten Ausstrahlung?

Hinrichs: Nein. Ich glaube, Qualität setzt sich immer durch, auch wenn man manchmal einen langen Atem haben muss...

Das Wichtigste für die Fans: Bleiben Sie diesmal?

Hinrichs: Ja!

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