Am heutigen Sonntagabend zeigt das ZDF um 20.15 Uhr den Film "Ein Sommer in Potugal" aus der Herzkino-Reihe. Bernhard Schir (50, "Lieben und Töten") spielt darin den vielbeschäftigten Architekten Ben, der für Frau und Familie wenig Zeit findet. Der emotionale Kontakt zwischen den beiden ist über die Jahre auf der Strecke geblieben.

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Doch anlässlich ihres 20. Hochzeitstages wollen er und seine Gattin Liane (Gesine Cukrowski) gemeinsam eine romantische Woche in Portugal verbringen. Der Urlaub soll beide wieder enger zusammen bringen. Doch es kommt alles anders als geplant. Die Nachrichtenagentur spot on news hat mit dem österreichischen Schauspieler über Eheprobleme gesprochen und darüber, was ein Mann für eine glückliche Beziehung machen muss.

Herr Schir, in "Ein Sommer in Portugal" spielen Sie den langweiligen Ehemann, der seine Frau an einen Liebhaber zu verlieren droht. War es schwer, diese Rolle zu spielen?

Bernhard Shir: Ben ist kein "langweiliger Ehemann", die Figur ist sehr komplex und lebensnah geschrieben, auch widersprüchlich, da freut man sich als Schauspieler. Am Ende verliert nicht nur er seine Frau, beide verlieren einander, sie müssen erkennen, dass ihre Beziehung vorbei ist. Für beide ein schmerzlicher Prozess.

Welchen Rat haben Sie an Männer, die scheinbar keinen Schwung mehr in die Ehe bringen können?

Schir: Liegt diese Aufgabe wirklich ausschließlich beim Mann? Tango tanzt man doch zu zweit!

Ist es heutzutage schwieriger eine glückliche Beziehung zu führen, weil der Leistungsdruck in der Berufswelt immer höher wird?

Schir: Eine glückliche Beziehung hat auch mit Glück zu tun, das war vor hundert Jahren auch nicht anders. Dass beide Partner an diesem Glück arbeiten müssen, gilt damals wie heute.

Sind Sie privat eher ein Kämpfer, wenn es um Beziehungen geht?

Schir: "Kampf" klingt nach Krieg, den will ich in meiner Beziehung eigentlich vermeiden.

Wie war die Zusammenarbeit mit Gesine Cukrowski?

Schir: Es ist ja bereits unsere dritte Zusammenarbeit und ich habe mich sehr gefreut, dass wir wieder gemeinsam vor der Kamera stehen. Ich schätze Gesine sehr, als Mensch und als Kollegin.

Wie sind Sie persönlich mit Ihrem Film-Rivalen Paulo Pires ausgekommen?

Schir: Paulo und ich haben uns sehr gut verstanden. Leider hatten wir ja nicht allzu viele Szenen gemeinsam zu drehen.

Der Film wurde in Portugal gedreht. Ist das Land eine Reise wert?

Schir: Zwölf Millionen Touristen pro Jahr beweisen ja, dass das Land eine Reise wert ist. Ich habe "nur" Lissabon und Cascais kennengelernt, beide Orte sind außergewöhnlich und ich habe mir fest vorgenommen, bald als Tourist zurückzukommen.