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Aus für Albers - Andrea Berg sorgt für Kontroversen

Vier Kandidaten waren nach Erwin Kintops Ausstieg noch übrig, und diese gaben am Samstag ihr Bestes. Unter dem Motto "Kandidaten an die Macht" sangen Susan Albers, Ricardo Bielecki, Beatrice Egli und Lisa Wohlgemuth jeweils zwei Songs. Am Ende musste die meistgelobte Sängerin des Abends den Wettbewerb verlassen.
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Foto: spot-on-news.de
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Um 22.58 Uhr stand fest, dass die Anrufe für Susan dieses Mal nicht gereicht haben. Dies ist umso überraschender, da Susan in jeder Mottoshow "voll ablieferte", wie Juror-Chef Dieter Bohlen bemerkte und auch gestern mit ihren Interpretationen der Songs "Raise Your Glass" von Pink und "Halo" von Beyonce Knowles ins Schwarze traf. "Ich habe noch nie eine so gute Interpretation von ,Halo' gehört, außer von Beyonce selbst", urteilte Juror Bill von Tokio Hotel. Vielleicht hatte Susan gegen die emotionale Lisa Wohlgemuth, die sich in der letzten Woche von ihrem Erwin verabschieden musste, auch einfach keine Chance. Lisa startete in den Abend mit der sanften Nummer "Angel" von Sarah McLachlan, vergaß teilweise den Text, brachte einige wackelige Töne hervor, doch man schien ihr das größtenteils zu verzeihen. Bohlen war "zutiefst gerührt von den echten Gefühlen", die er bei Lisa raushörte und auch die Kaulitz-Zwillinge machten ihr Mut. Einzig Mateo blieb hart und war der Ansicht, dass Lisas Leistung ziemlich schwach war.

Das "Culcha Candela"-Mitglied scheint auch sonst kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Kurz nachdem Bohlen am vergangenen Samstag bekannt gab, dass beim nächsten Mal sein Schützling Andrea Berg (47) als Gastjurorin mit am Start sein wird, wetterte er los. "Wenn man sagt: ,Ich hole da jemand, der hat Ahnung' und dann holt man einen halben Bohlen mit langen Haaren, also Bohlen in Weiblich! - also bitte! Er produziert sie und schreibt ihre Songs. Das hat doch mit fairem Wettbewerb nichts mehr zu tun", regte sich der 34-Jährige im Vorfeld auf. In der Show selber hielt er sich mit Kritik an seiner Neu-Kollegin jedoch zurück, betonte sogar, dass er Berg als Künstlerin schätze, jedoch nicht die "Friss oder stirb"-Art, die Dieter Bohlen an den Tag lege.

Eine, die sich aber ganz besonders auf die Anwesenheit von Schlagersängerin Andrea Berg freute, war Beatrice Egli, die Schlagerkandidatin im Contest. Sie interpretierte "Phänomen" von Helene Fischer und "Du kannst noch nicht mal richtig lügen" von Andrea Berg. Beide meisterte die 24-Jährige bravourös, doch Berg hörte gerade bei letzterer Nummer viel Aufregung bei der Blondine heraus. Doch es gab noch ein weiteres Highlight, dass die Show zierte: Im Einspieler vor Ricardo Bieleckis (20) Auftritt erfuhr man erstmalig, dass der Sänger mit den italienischen Wurzeln schon Papa einer vierzehnmonatigen Tochter ist, die er bislang nur einmal gesehen hat und sehr vermisst. Auch ohne diese Vorgeschichte hätten Bieleckis Darbietungen von George Michaels "Careless Whisper" und Stings "Shape of My Heart" zweifellos genial gewesen. Doch so wurde ganz im Stile von RTL nochmal besonders stark auf die Tränendrüse gedrückt.

Auf das Halbfinale in der kommenden Woche darf man jedenfalls stark gespannt sein: Erstmals sind zwei Frauen und nur noch ein Mann im Rennen. spot-on-news.de