Ihre Mutproben sind nichts für schwache Nerven. Wenn sich Joko Winterscheidt (34, "Alles, was ein Mann im Kopf haben muss") und Klaas Heufer-Umlauf (30, "Gloria") rund um den Erdball duellieren, fließen auch mal die Tränen. Das bessere Ende konnte diesmal Joko für sich verbuchen. Nach zwei schmerzhaften Niederlagen in den vergangenen beiden Ausgaben der Show, konnte er sich diesmal zum Weltmeister krönen. Doch zuvor mussten beide harte Aufgaben überwinden.

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Klaas' erste Herausforderung wartete in Moskau auf ihn. Genauer gesagt über den Dächern der russischen Hauptstadt. Denn der 30-Jährige sollte auf Jokos Geheiß illegal auf die Spitze eines hohen Gebäudes klettern und von dort ein Foto von der Turmspitze machen. Mit Angst in den Augen holte sich Heufer-Umlauf diesen Punkt und war heilfroh, als er wieder unten war.

Für Joko ging es in seiner ersten Challenge nach Äthiopien. Er musste an einem Stammesritual eines Naturvolkes teilnehmen: Nackt über die Rücken von mehreren Rindern laufen. Zu Beginn zierte sich der Moderator noch, die Hüllen fallen zu lassen: "Ich muss nicht im deutschen Fernsehen meinen Zeppelin auspacken", sagte er in die Kamera. Kampflos aufgeben ging aber noch weniger. Kurze Zeit später stand Joko - so wie Gott ihn schuf - vor den Rindern, nahm Anlauf und scheiterte zunächst an seiner wenig ausgefeilten Technik. Beim erneuten Versuch tippelte er jedoch mit wackeligen Schritten über die Wiederkäuer. "Ich bin praktisch über die Tierchen geschwebt. Ich glaube es war für die Rinder fast noch schöner als für mich", so das Fazit von Joko.

Tiere - vielmehr Insekten - standen auch bei Klaas' nächster Mutprobe im Fokus. In China musste sich der 30-Jährige in einen Anzug aus 300.000 Bienen hüllen lassen. Nackt bis auf die Unterhose stand der Moderator mit "asiatischer Gelassenheit", wie er später im Studio erklärte, tapfer seinen Mann und war heilfroh, dass er bei der großen Anzahl an Bienen nur 18 mal gestochen wurde.

Aber es gab auch Herausforderungen, bei denen beide an ihre Grenzen stießen. So konnte Joko seine Höhenangst in den Alpen nicht überwinden. Als er hört, dass er die Nacht in einer Felswand verbringen muss, und sich schließlich zum Schlafplatz abseilen soll, bricht er mit Tränen in den Augen ab: "Stop, Stop, Stop, Stop, Stop".

Eine Höhle in Bosnien wird Klaas zum Verhängnis. Hier hat ihn sein Show-Partner hingeschickt, um aus einem unterirdischen See Wasser in eine Flasche abzufüllen. Als Klaas mit seinem Kamerateam nach vier Stunden durch die engen Windungen der Höhle noch immer keinen See finden kann, beschließt er umzukehren. Die Bilder aus seiner Helmkamera lassen erahnen, wie unwohl sich der Moderator in der dunklen Höhle fühlte.

Ein Highlight der Sendung fand aber in Las Vegas statt. Dort musste Joko seinen Tonmann Frank heiraten. Nachdem das Team zuvor sichtlich Spaß bei seinem Trip am Strip hatte und reichlich Alkohol floss, ging es mitten in der Nacht in die "Little White Wedding Chapel", in der ein Elvis-Imitator die beiden ehelichte. Ein ausgiebiger Kuss des frischen Ehepaares durfte natürlich nicht fehlen.

So viel Einsatz zahlte sich letztlich für Winterscheidt aus. Denn obwohl er im Studio einer rechtmäßigen Wiederholung der Trauung auf deutschem Boden nicht zustimmte, konnte er sich im letzten Spiel, bei dem beide im Studio einen Action-Parcours durchlaufen mussten, gegen seinen Widersacher Klaas durchsetzen und unter großem Jubel den Weltmeistertitel sichern. Die teils (Angst-)Schweißtreibenden Duelle kamen auch beim TV-Publikum gut an und bescherten ProSieben mit 1,57 Millionen Zuschauern (Marktanteil 15,6 Prozent) in der werberelevanten Zielgruppe einen erfreulichen Abend.