Zwei Stars gedopt, der Weltmeister verletzt und Superstar Usain Bolt nahezu ohne Konkurrenz? Für Justin Gatlin ist das alles kein Drama. "The show must go on", sagte der Amerikaner und nahezu einzig verbliebene Bolt-Rivale vor dem 100-Meter-Finale bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau. Die Show soll also weitergehen - nur so einfach ist das gerade vor diesem Rennen am Sonntagabend um 19.50 Uhr deutscher Zeit nicht.

Im Zuge des Dopingskandals um den ehemaligen Weltmeister Tyson Gay (USA) und den ehemaligen Weltrekordhalter Asafa Powell (Jamaika) gibt es in der jüngeren Sportgeschichte wohl kein zweites großes Ereignis, das binnen kurzer Zeit so sehr an sportlichem Wert und vor allem öffentlichem Ansehen verloren hat. Noch vor einem Monat sah es so aus, als stünde der Olympiasieger und Weltrekordler Bolt vor dem vielleicht schwersten Rennen seiner Karriere.