Bei einem Großangriff der Islamistenmiliz Boko Haram im Nordosten Nigerias sind offenbar Hunderte Menschen ums Leben gekommen. Ein Sicherheitsbeamter im Bundesstaates Borno sagte am Donnerstag, die Islamisten hätten elf Ortschaften überrannt.

"Viele Menschen in den Dörfern fliehen jetzt in den Busch", fügte er hinzu. Die Katastrophenschutzbehörde bereite einen Hilfseinsatz vor. Der Vorsteher des betroffenen Bezirks Baga, Alhaji Baba Abba Hassan, sagte örtlichen Medien zufolge, es gebe womöglich mehrere hundert Todesopfer. 

Beide Beamte wiesen Medienberichte entschieden zurück, wonach bei den Angriffen vom Mittwoch bis zu 2000 Menschen getötet worden seien. Da in der abgelegenen Region Telefone nur noch eingeschränkt funktionieren, dauert es häufig länger, bis es belastbare Informationen von dort gibt.