Wuppertal
Kriminelle Jugendliche

Wuppertal/NRW: "Gucci-Gang" prügelt Rentner fast tot - mit Karatetritt in den Rücken gesprungen

Seit geraumer Zeit fällt in Wuppertal (NRW) eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen auf, die sich "Gucci-Gang" nennt. Jetzt ist die Situation eskaliert: Die Bande hat einen 70-Jährigen verprügelt und dadurch fast umgebracht.
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Der 70-Jährige sei mit dem Kopf gegen eine Wand geprallt und habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Nach derzeitigem Stand habe das Duo den Mann nicht töten wollen. Dennoch ermittelt eine Mordkommission. Symbolfoto: Christopher Schulz
Der 70-Jährige sei mit dem Kopf gegen eine Wand geprallt und habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Nach derzeitigem Stand habe das Duo den Mann nicht töten wollen. Dennoch ermittelt eine Mordkommission. Symbolfoto: Christopher Schulz

Zwei erst 14-jährige Intensivtäter sollen in Wuppertal einen Rentner beinahe umgebracht haben. Nach Angaben der Wuppertaler Staatsanwaltschaft vom Freitag rechnen sich die beiden einer Gruppe zu, die sich "Gucci-Gang" nenne. Dabei handele es sich um eine etwa 15-köpfige Gruppe von Kindern und Jugendlichen, "die von Schule nicht so viel halten", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Wenn diese Gruppe "zusammen abhänge", komme es immer wieder zu Straftaten.

Rentner in Lebensgefahr - bleibende Schäden beim Verletzten

Das Opfer schwebe in Lebensgefahr und werde nach Auskunft der Ärzte bleibende Schäden behalten, wenn er die Tat überlebe, sagte der Sprecher. Die Gruppierung sei bislang mit Straftaten wie Ladendiebstahl, Straßenraub, Abzocke und durch kleinere Drogendelikte aufgefallen. Ein Gewaltexzess wie gegen den 70-Jährigen sei neu.

Eine Richterin schickte beide Jugendliche wegen schwerer Körperverletzung in Untersuchungshaft. Einer von ihnen sei erst seit wenigen Tagen wieder auf freiem Fuß gewesen. Beide hätten bereits eine "unglaubliche Vergangenheit", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Einer habe schon als strafunmündiges Kind unter 14 Jahren 60, der andere etwa 140 Eintragungen bei der Polizei gehabt.

Mit Karatetritt in den Rücken gesprungen

Der Rentner hatte nach Angaben der Ermittler am Dienstagabend eine Gruppe Jugendlicher aus dem Flur eines Mietshauses auf die Straße scheuchen wollen. Ein Jugendlicher sei hoch gesprungen und habe ihm mit seinen Fäusten ins Gesicht geschlagen. Der andere sei ihm mit einem Karatetritt in den Rücken gesprungen.

Der 70-Jährige sei mit dem Kopf gegen eine Wand geprallt und habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Nach derzeitigem Stand habe das Duo den Mann nicht töten wollen. Dennoch ermittelt eine Mordkommission.

Einer der Jugendlichen ist für seine erste Tat, die er als strafmündiger 14-Jähriger beging, sei einer der beiden bereits zu acht Monaten Jugendhaft ohne Bewährung verurteilt worden. Er hatte einen Erzieher angegriffen und war erst am 10. Mai freigekommen. Zeugen hatten einen der beiden mutmaßlichen Täter am Tatort festgehalten und der Polizei übergeben. Ein anderer Jugendliche war später festgenommen worden.

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