Am Dienstagnachmittag (9. Februar 2021) ist es im thüringischen Weißen, einem Ortsteil von Uhlstädt-Kirchhasel (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) zu einem folgenschweren Rodel-Unfall gekommen. Erst Anfang Februar ist ein Elfjähriger bei einem Schlittenunfall in der Rhön schwer verletzt worden.

Wie die Landespolizeiinspektion Saalfeld mitteilt, fuhr ein 54-jähriger Familienvater gemeinsam mit seiner Tochter und drei weiteren Kindern in einem aufblasbaren Kanu einen Rodelberg oberhalb der Weißenburg-Klinik herunter.

Drei Verletzte bei Rodel-Unfall in Thüringen: Strafverfahren gegen Vater (54)

Aus bislang unbekannter Ursache kam das Gefährt bisherigen Ermittlungen zufolge vom geplanten Weg ab und streifte vermutlich Gestrüppe sowie einen Baum. Dadurch wurde die zehnjährige Tochter des 54-Jährigen schwer verletzt und mit einem hinzugerufenen Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Jena geflogen. Weiterhin wurden ein einjähriges Mädchen sowie der Mann selbst durch den Unfall leicht verletzt - beide wurden ins Krankenhaus gebracht.

Gegen den Vater wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet. Über den Gesundheitszustand seiner Tochter liegen gegenwärtig keine weiteren Erkenntnisse vor. Seitens der Polizei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, Rodelhänge oder ähnliches nur mit dafür vorgesehenen Schlitten und vorausschauend zu befahren.

Anfang Januar war bei einem Rodelausflug mit der Familie in Gera ein vierjähriges Mädchen gestorben. Nach damaligen Polizeiangaben wurde das Kind eingeklemmt, als ein Mann beim Driften auf der Schneefläche die Kontrolle über seinen Wagen verlor und gegen einen Transporter prallte. Die Ermittlungen zu dem Fall dauerten an, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera am Mittwoch auf Anfrage. Mit Material von dpa.

Symbolbild: stux/pixabay.com

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