Waldmünchen

Mann (23) sprengt Muttergottesgrotte in die Luft - Marienstatue durch Böller komplett zerstört

In der Oberpfalz hat ein 23-Jähriger an Silvester eine Muttergottesgrotte gesprengt. Von der mehr als 40 Jahre alten Grotte, in der eine Statue der Jungfrau Maria gestanden hatte, blieb nur ein Schutthaufen übrig.
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Die gesprengte Grotte samt Marienfigur befand sich   in Privatbesitz und hatte für die Eigentümerfamilie einen hohen ideellen Wert. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 1000 Euro. Foto: Polizei Waldmünchen
Die gesprengte Grotte samt Marienfigur befand sich in Privatbesitz und hatte für die Eigentümerfamilie einen hohen ideellen Wert. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 1000 Euro. Foto: Polizei Waldmünchen

Ein junger Mann hat in der Silvesternacht in Waldmünchen im Oberpfälzer Landkreis Cham eine sogenannte Muttergottesgrotte gesprengt. Von der ungefähr einen Meter hohen Grotte, in der eine Marienfigur gestanden hatte, blieben lediglich Schuttreste übrig.

Die gesprengte Muttergottesgrotte befand sich in Privatbesitz und hatte laut Polizei für die Eigentümerfamilie einen besonders hohen ideellen Wert. Bei der zerstörten Statue handelt es sich demnach um eine etwa 30 bis 50 Zentimeter große Marienfigur. Der entstandene Sachschaden beträgt insgesamt etwa 1000 Euro.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, war die über 40 Jahre alte Grotte von einem Mesner der Pfarrei selbst gebaut worden. Teile der Statue seien nach der Explosion noch mehrere Meter neben der zerstörten Grotte aufgefunden worden, heißt es.

Nach Grottensprengung an Silvester: Polizei ermittelt Täter

Nachdem es zunächst keinen Verdächtigen gegeben hatte, der für den Zerstörungsakt infrage kam, konnte die Polizei am Freitag (3. Januar 2020) einen 23-jährigen Mann aus dem Ortsbereich Waldmünchen ermitteln, der die Tat letztlich einräumte. Zugleich bestritt er jedoch, dass er die Grotte vorsätzlich zerstören wollte.

Wie Jürgen Knott, Ermittlungsbeamter der Polizeistation Waldmünchen, gegenüber inFranken.de äußerte, habe der 23-Jährige glaubhaft dargestellt, den Böller in Richtung eines Baumstumpfes geworfen zu haben, der sich unweit der Grotte befand. "Letztlich war es vermutlich einfach eine Dummheit", so Knott.

23-Jährigen erwartet Anzeige - illegaler Böller aus Tschechien

Dessen ungeachtet steht dem jungen Mann dennoch Ärger ins Haus: Bei dem Tatgegenstand handelt es sich um einen illegal eingeführten Böller aus Tschechien. Den 23-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie eines Vergehens nach dem Sprengstoffgesetz in Verbindung mit Sachbeschädigung.