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Viersen
Festnahme

Kita-Erzieherin unter Mordverdacht: Stadt appelliert an Bevölkerung

Ein dreijähriges Mädchen soll in einer Kita in Nordrhein-Westfalen von einer Erzieherin getötet worden sein. Die 25-Jährige wurde festgenommen worden und befindet sich wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Stadt Viersen hat nun an die Bevölkerung appelliert.
 
Blumen, Kerzen und Stofftiere liegen und stehen am 28.08.2013 in Suhl (Thüringen) vor dem Wohnhaus, in dem am Vortag zwei Kinder tot aufgefunden wurden. Die beiden Kinder wurden laut Obduktion erstickt, sagte ein Polizeisprecher. Vom Vater der Kinder fehlt weiterhin jede Spur, nach ihm werde intensiv gesucht. Foto: Marc Tirl/dpa
Die Bestürzung in der Stadt ist groß. Die Menschen haben Kerzen und Kuscheltiere vor der Kita abgelegt, um ihr Mitgefühl auszudrücken. Symbolfoto: Marc Tirl/dpa

Ein drei Jahre altes Mädchen soll in einer Kita in Nordrhein-Westfalen von einer Erzieherin getötet worden sein. Die 25-Jährige wurde festgenommen und befindet sich wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Update vom 23.03.2020: Kita-Erzieherin unter Mordverdacht - Stadt appelliert an Bevölkerung 

Im Fall der in einer Kita in Viersen getöteten Dreijährigen hat die Stadt an die Bevölkerung appelliert, keine Gerüchte zu verbreiten - und auf Vorverurteilungen zu verzichten. Eine 25-jährige Erzieherin steht unter Mordverdacht. «Wir verstehen, dass der schreckliche Verdacht viele Menschen bewegt. Der Umstand, dass aufgrund der laufenden Ermittlungen mehr Fragen bestehen als Antworten mitgeteilt sind, trägt sicher zur Unsicherheit bei», hieß es auf der Facebook-Seite der Viersener Rathauses. Die Bestürzung in der Stadt sei groß, sagte ein Stadtsprecher. Die Menschen hätten begonnen, Kerzen und Kuscheltiere vor der Kita abzulegen, um ihr Mitgefühl auszudrücken.

Unter Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen wollten Polizei und Staatsanwaltschaft auch am Samstag (23.05.2020) zunächst keine weiteren Angaben machen. Am Freitag war bekannt geworden, dass es bereits am 21. April in einer städtischen Kita zu einem Notarzteinsatz gekommen war, da ein dort betreutes Mädchen nicht mehr atmete. Das Kind sei dann am 4. Mai im Krankenhaus gestorben. Die Ärzte hatten die Polizei eingeschaltet, weil ihnen der Fall verdächtig vorkam. Eine Obduktion hatte nach Angaben der Ermittler bestätigt, dass das Kind «durch Fremdeinwirkung zu Tode gekommen» war.

Die Erzieherin war am Dienstag festgenommen worden und sitzt nun wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Nähere Angaben zur Todesursache machten die Ermittler nicht.

Ein Zusammenhang zu einer Brandstiftung in einer Kita in Viersen bestehe allerdings nicht, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Samstag. Anfang der Woche war dort ein Feuer gelegt worden, das erheblichen Schaden an dem Gebäude angerichtet hatte. Keine Angaben machen die Ermittler dazu, ob das Feuer in der Kita gelegt wurde, in der das Verbrechen geschehen sein soll.

Erstmeldung vom 22.05.2020: Dreijährige stirbt - hat Erzieherin das Kind getötet?

Ein drei Jahre altes Mädchen soll in einer Kita in Nordrhein-Westfalen von einer Erzieherin getötet worden sein. Die 25-Jährige sei festgenommen worden und befinde sich wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach am Freitag mit. Demnach war es bereits im April in einer Viersener Kita zu einem Notarzteinsatz gekommen, da das Kind nicht mehr atmete.

Das Mädchen sei später im Krankenhaus gestorben. Die Klinik hatte die Polizei alarmiert, da den Ärzten der Fall verdächtig vorkam. Nach der Obduktion war laut den Ermittlern klar, «dass das Mädchen durch Fremdeinwirkung zu Tode gekommen ist». Wie genau das Kind starb, wurde zunächst nicht bekannt.

Frau nicht mehr als Erzieherin tätig

Am vergangenen Dienstag wurde die 25-Jährige als Tatverdächtige festgenommen und einen Tag später dem Haftrichter vorgeführt. Inzwischen ist die Frau nicht mehr in der Kita beschäftigt, weshalb Polizei und Staatsanwaltschaft in ihrer Mitteilung von einer ehemaligen Erzieherin berichteten. Ob der Frau erst nach ihrer Festnahme gekündigt wurde oder sie bereits vorher ausgeschieden war, blieb unklar.

Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich am Freitag nicht weiter äußern und kündigten eine gemeinsame Pressekonferenz für einen späteren Zeitpunkt an.