Rostock
Gesundheit

Vibrionen in der Ostsee: Nach Tod einer Frau - weitere Infefktion mit den gefährlichen Bakterien

Vibrionen in der Ostsee. Neue Infektion mit den gefährlichen Bakterien in der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern. Vergangene Woche ist eine Frau nach dem Bad in der Ostsee an einer Infektion gestorben.
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Update vom 14.08.2019 um 15 Uhr: Weitere Infektion durch Vibrionen in der Ostsee

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich ein weiterer Mensch bei einem Bad in der Ostsee mit Vibrionen infiziert. Damit steige die Zahl der Infektionen in diesem Jahr auf sechs, sagte Heiko Will, Direktor des Landesamts für Gesundheit und Soziales in Rostock am Mittwoch. Auch in dem neuen Fall sei eine hochbetagte Frau betroffen, die zur Risikogruppe der immungeschwächten Menschen gehöre. Vergangene Woche war eine ältere Frau an einer solchen Infektion gestorben. In Schleswig-Holstein seien weiterhin keine Erkrankungsfälle bekannt, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums.

Frau stirbt wegen Infektion von Vibrionen

Gefährliche Bakterien in der Ostsee haben ein erstes Todesopfer gefordert. Eine Frau ist nach dem Baden in der Ostsee (in Mecklenburg-Vorpommern) verstorben. Grund sollen nach Informationen der Ostsee-Zeitung Vibrionen im Wasser gewesen sein. Auch beim Grillen wird von Forschern aktuell vor gefährlichen Hepatitits-Infektionen gewarnt: Schwere Leberschäden können die Folge sein.

Vibrionen: Nach Bad in Ostsee gestorben

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat auf Anfrage der Ostsee-Zeitung erklärt, dass es sich bei der toten Frau, um eine ältere Frau handelt, "die zur Risikogruppe der immungeschwächten Personen gehörte."

Seit Juni habe die Behörde vier weitere Erkrankungen durch Vibrionen-Infektionen registriert, sagte Amtsleiterin Dr. Martina Littmann der Ostsee-Zeitung. Wo genau die verstorbene Frau mit den Bakterien in Berührung kam und woher sie stammte, wurde aus Gründen des Datenschutzes nicht mitgeteilt.

Bis Anfang September habe das Amt für Gesundheit und Soziales 14-tägig oder monatlich Proben genommen - in diesem Jahr waren es bislang 16 Proben. Trotz der tendenziell steigenden Erkrankungszahlen in den vergangenen Jahren, gehört die Untersuchung auf Vibrionen nicht zum standardmäßigen Untersuchungsprogramm der Kreis-Gesundheitsämter.

Klimawandel: Vibrionen mögen es warm

Vibrio-Bakterien vermehren sich vor allem bei einem Salzgehalt ab 0,5 Prozent und ab einer Temperatur von etwa 20 Grad Celsius stark, erklärt eine Expertin der Ostsee-Zeitung. Diese Begebenheiten seien in warmen Sommern auch an der Nord- oder Ostseeküste gegeben.

Vibrionen: Gefährliche Bakterien

Vibrionen sind stäbchenförmige Bakterien. Sie können schwere und tödliche Infektionen auslösen. Vorwiegend leben diese Bakterien im Wasser. Die Keime können beim Baden oder Wasserwaten in Hautverletzungen eindringen und rufen in seltenen Fällen schwere Wundinfektionen hervor.

Bei Wundinfektionen sollte deshalb unbedingt auf den Kontakt mit Meerwasser hingewiesen werden. Eine entsprechende Behandlung könne lebensrettend sein.