Wiesbaden
Vermisstensuche

Leichenfund in Wiesbaden: Tote ist die vermisste 14-Jährige aus Mainz - Fahndung läuft

Es ist traurige Gewissheit: Die seit 22. Mai vermisste 14-jährige Susanna ist tot. Nun sucht die Polizei dringend nach einem 20-jährigen Tatverdächtigen.
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Wiesbaden: Polizisten warten an einem gesperrten Feldweg im Stadtteil Erbenheim. Nach dem Fund einer weiblichen Leiche in Wiesbaden geht die Polizei ersten Erkenntnissen zufolge von einem Gewaltverbrechen aus. Ist es die vermisste 14-jährige Susanna? Foto: Arne Dedert/dpa
Wiesbaden: Polizisten warten an einem gesperrten Feldweg im Stadtteil Erbenheim. Nach dem Fund einer weiblichen Leiche in Wiesbaden geht die Polizei ersten Erkenntnissen zufolge von einem Gewaltverbrechen aus. Ist es die vermisste 14-jährige Susanna? Foto: Arne Dedert/dpa
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  • Die Polizei in Wiesbaden suchte bereits seit dem 22. Mai nach der 14-jährigen Susanna

  • Nach einem Leichenfund in Wiesbaden nun die traurige Gewissheit: Bei der Toten handelt es sich um die vermisste 14-Jährige aus Mainz.

  • Ein Tatverdächtiger wurde laut Polizei zunächst festgenommen - ist jetzt aber wieder auf freiem Fuß.

  • Die Fahndung nach einem weiteren Tatverdächtigen, dem 20-jährigen Ali B. geht weiter.


    Update 19.20 Uhr: Tatverdächtiger wieder frei

    Einer der Tatverdächtigen im Fall der ermordeten Susanna in Wiesbaden ist wieder auf freiem Fuß. Wie Oberstaatsanwalt Oliver Kuhn am Donnerstagabend in Frankfurt sagte, besteht nach neuesten Ermittlungserkenntnissen kein dringender Tatverdacht mehr gegen den 35-jährigen Asylbewerber mit türkischer Staatsangehörigkeit. Er habe das Justizgebäude bereits wieder verlassen und könne sich frei bewegen.



    Update 17.30 Uhr: Trauer in jüdischer Gemeinde in Mainz


    Mit Trauer und Entsetzen hat die Jüdische Gemeinde Mainz auf den mutmaßlichen Mord an der 14-jährigen Susanna F. reagiert. "Ich bin über den gewaltsamen Tod von Susanna so bestürzt, traurig und fassungslos, wie man nur sein kann", sagte der Mainzer Gemeinderabbiner Aharon Ran Vernikovsky der "Jüdischen Allgemeinen". Die 14-Jährige war am Mittwoch in Wiesbaden tot aufgefunden worden. Sie war Mitglied der Jüdischen Gemeinde Mainz. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde das Mädchen Opfer eines Sexual- und Gewaltdelikts. Der Fall der seit dem 22. Mai verschwundenen Susanna hatte in den vergangenen Tagen in ganz Deutschland für Aufsehen gesorgt.


    Update 13 Uhr: Polizei sucht nach zweitem Verdächtigen


    Zwei Männer sollen die Jugendliche Susanna in Wiesbaden vergewaltigt und umgebracht haben. Einer der beiden Tatverdächtigen sei festgenommen worden, teilten die Ermittler am Donnerstag in Wiesbaden mit. Es handele sich um einen 35-jährigen Asylbewerber mit türkischer Staatsangehörigkeit. Der andere Verdächtige, ein 20 Jahre alter Flüchtling aus dem Irak, befindet sich auf der Flucht. Nach Ali B. wird gefahndet.

    Der 20 Jahre alte Iraker sei vermutlich am vergangenen Donnerstag mit seiner gesamten Familie überhastet abgereist, sagte der Wiesbadener Polizeipräsident Stefan Müller. Die Familie aus Vater, Mutter und sechs Kindern habe zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden-Erbenheim gelebt. Sie sei nach bisherigen Erkenntnissen von Düsseldorf aus nach Istanbul und von dort aus weiter ins irakische Erbil geflogen.

    Auf den Flugtickets seien andere Namen angegeben gewesen als auf den ebenfalls am Flughafen vorgelegten Aufenthaltspapieren für Deutschland, sagte Müller. Die Gruppe habe aber auch sogenannte Laissez-passer-Dokumente - eine Art Passierschein - in arabischer Sprache mit Passbildern dabei gehabt, die von der irakischen Botschaft ausgestellt worden seien. Am Flughafen seien nach den bisherigen Erkenntnissen die Passfotos, aber nicht die Namen abgeglichen worden.


    Update 12.06 Uhr: 20-jähriger Verdächtiger kam 2015 nach Deutschland


    Der 20 Jahre alte irakische Tatverdächtige im Fall Susanna ist nach Angaben der Ermittler vermutlich im Oktober 2015 nach Deutschland eingereist. Er sei mit dem damals großen Flüchtlingszustrom über die Türkei und Griechenland gekommen, sagte der Präsident des Polizeipräsidiums Westhessen, Stefan Müller, am Donnerstag in Wiesbaden. Zunächst seien er und seine Familie in der hessischen Erstaufnahme in Gießen untergebracht gewesen, im März 2016 seien sie dann nach Wiesbaden gekommen.


    Update 11.55 Uhr: 20-jähriger Verdächtiger mit Familie abgereist


    Der 20 Jahre alte irakische Tatverdächtige im Fall Susanna ist vermutlich am vergangenen Donnerstag mit seiner gesamten Familie überhastet abgereist. Das sagte Kriminalrat Christian Zimmermann, der die polizeilichen Ermittlungen leitet, am Donnerstag in Wiesbaden. Die Familie aus Vater, Mutter und sechs Kindern lebte nach Angaben der Ermittler zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden-Erbenheim.


    Update 11.44 Uhr: Susanna Opfer von Sexual- und Gewaltdelikt


    Die in Wiesbaden tot gefundene Susanna ist nach derzeitigem Ermittlungsstand Opfer eines Sexual- und Gewaltdelikts geworden. Das sagte der Wiesbadener Oberstaatsanwalt Oliver Kuhn am Donnerstag in Wiesbaden. Es gebe zwei Beschuldigte, einen 20 Jahre alten Iraker und einen 35 Jahre alten türkischen Staatsangehörigen. Der 35-Jährige sei festgenommen worden, der 20-Jährige auf der Flucht.


    Update 11.42 Uhr: Tatverdächtiger festgenommen


    Die Polizei hat im Fall der getöteten Jugendlichen Susanna einen Tatverdächtigen festgenommen. Ein weiterer Verdächtiger sei auf der Flucht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, Oliver Kuhn, am Donnerstag in  Wiesbaden.


    Update, 7.6. 11.30 Uhr: Vermisste 14-Jährige tot

    Die in Wiesbaden vermisste Jugendliche Susanna ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Bei der am Mittwoch entdeckten Leiche handele es sich um die sterblichen Überreste der 14-Jährigen aus Mainz, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Wiesbaden.


    Steckt ein 20-Jähriger hinter dem Verschwinden?

    Die Polizei fahndet nun nach einem 20 Jahre alten Flüchtling aus dem Irak. Ali B. steht unter Verdacht, mit dem Verschwinden der Jugendlichen in Verbindung zu stehen. Das Fahndungsbild der Polizei zeigt einen jungen Mann mit Dreitagebart, der Jeans und eine weiße Jacke trägt.

    Die 14-jährige Susanna war am 22. Mai als vermisst gemeldet worden. Sie war mit Freunden in der Wiesbadener Innenstadt unterwegs gewesen und abends nicht wie abgesprochen nach Hause zurückgekehrt. Bei der Polizei gingen daraufhin mehrere Zeugenhinweise ein, die auf ein Verbrechen hindeuteten.


    Bei Suche nach Vermisster: Weibliche Leiche in Wiesbaden gefunden

    Nach längerer Suche fand die Polizei dann am Mittwochnachmittag in einem schwer zugänglichen Gelände bei Wiesbaden-Erbenheim eine weibliche Leiche. In der Umgebung des Ortes hatten die Beamten schon in den Tagen zuvor nach der vermissten Jugendlichen gesucht. Die Ermittler gingen aufgrund der Spuren sofort von einem Gewaltverbrechen aus. Sie wollten aber anfangs nicht bestätigen, dass es sich um die vermisste Jugendliche handelte. red/dpa