Verfolgungsjagd auf der A7 in Niedersachsen: Der Fahrer eines Kleintransporters hat sich am Sonntag (22. April 2018) auf der A7 in Niedersachsen eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Der 51-jährige Hesse versuchte von Hannover bis Göttingen, den Beamten zu entwischen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Seine Flucht trat er an, als er nach dem Abdrängen eines anderen Wagens kontrolliert werden sollte. Ein Streifenwagen aus Hannover folgte dem Mann daraufhin, ein weiterer aus Hildesheim setzte sich vor seinen Transporter. Auf der weiteren Fahrt rammte der Flüchtende den vorausfahrenden Streifenwagen bei Geschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometern pro Stunde rund ein Dutzend Mal. Ein Polizeihubschrauber nahm alles auf Video auf.


"Wut auf die Polizei"

Einer von der Polizei aufgebauten Barriere zur Zerstörung der Reifen wich der Fahrer aus. Dabei raste er auf zwei Beamte zu, von denen einer sich durch einen Sprung über eine Leitplanke rettete. An einer Raststätte drängte sich der Fahrer schließlich noch an einem weiteren Streifenwagen vorbei und konnte gestoppt werden. Der Festnahme widersetzte sich der Mann, indem er das Aussteigen verweigerte. Er wurde schließlich mit Gewalt aus dem Transporter geholt und in Handschellen gelegt. Verletzt wurde niemand. Als Grund für sein Verhalten gab der Mann "Wut auf die Polizei" an. Unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand er nicht. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.
dpa/tu