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Schwanger

Uni-Studie endet in Drama: 11 Babys sterben durch Viagra-Konsum ihrer Mütter

Die Studie einer Universität verkommt auf den ersten Blick zur Farce. Doch für viele Familien ist sie bittere Realität. Elf Kinder starben unmittelbar nach ihrer Geburt. Ihre Mütter waren Teil einer Viagra-Studie. Sie nahmen während der Schwangerschaft den Wirkstoff.
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Die Studie einer Universität verkommt auf den ersten Blick zur Farce. Doch für viele Familien ist sie bittere Realität. Elf Kinder starben unmittelbar nach ihrer Geburt. Ihre Mütter waren Teil einer Viagra-Studie. Sie nahmen während der Schwangerschaft den Wirkstoff. Symbolbild: pixabay.com/boristrost
Die Studie einer Universität verkommt auf den ersten Blick zur Farce. Doch für viele Familien ist sie bittere Realität. Elf Kinder starben unmittelbar nach ihrer Geburt. Ihre Mütter waren Teil einer Viagra-Studie. Sie nahmen während der Schwangerschaft den Wirkstoff. Symbolbild: pixabay.com/boristrost
Babys sterben durch Viagra-Studie: In den Niederlanden sind elf Babys kurz nach ihrer Geburt gestorben. Ihre Mütter hatten während der Schwangerschaft den Wirkstoff Sildenafil, auch als "Viagra" bekannt, verabreicht bekommen. Aufgrund der Vorfälle wurde die Studie gestoppt.


Wachstum des Kindes im Fokus der Forschung

Die Studie wurde 2015 gestartet. 183 Frauen nahmen seit dem den Wirkstoff ein. Dem Rest der 250 Frauen, also 67 Schwangeren, wurde ein Placebo gegeben. Der Stoff Sildenafil hat blutungsfördernde Effekte, die durch die Studie erforscht werden sollten. Insbesondere die Wirkung auf die Plazenta und die damit verbundene Wirkung auf das Babywachstum standen im Fokus.

In vorherigen Studien sei ein positiver Effekt auf die Kinder zu sehen gewesen, teilte das Akademisch-Medizinische Zentrum der Universität Amsterdam (AMC) mit. An den Untersuchungen waren insgesamt elf Krankenhäuser in den Niederlanden beteiligt.


15 Mütter haben noch nicht entbunden

17 Kinder kamen mit Lungenproblemen auf die Welt. Elf von ihnen starben unmittelbar nach der Geburt. Grund für ihren Tod war der erhöhten Blutdruck in den Lungen und der damit verbundenen geringen Sauerstoffversorgung. Die weiteren Babys kamen durch andere Ursachen ums Leben. Die Gründe dafür, sind wohl nicht auf die Studie zurückzuführen.
Im Vergleich dazu kamen in der Kontrollgruppe (Placebo erhalten) von 90 Babys, drei mit Lungenproblemen auf die Welt. Neun Kinder starben.

15 Mütter, die ebenfalls das Medikament erhielten, haben noch nicht entbunden. red/tu