Bei einem Vorfall mit einem Auto sind in der Innenstadt von Trier mehrere Menschen getötet und schwer verletzt worden. 

Die Polizei teilte am Dienstagnachmittag über Twitter mit, es habe mehrere Tote und Verletzte gegeben. Der Fahrer sei festgenommen und das Auto sichergestellt worden.

Update vom 4.12.2020 (11 Uhr): Der mutmaßliche Amokfahrer grinste bei seiner Vehaftung

Nach der Amokfahrt in Trier hat der Täter nach Angaben der Polizei das Auto abgestellt und eine Zigarette geraucht. Polizisten hätten den 51-Jährigen stehend am Heck des Wagens angetroffen, berichtete der Polizeivizepräsident von Trier, Franz-Dieter Ankner, am Freitag (4.12.2020) in einer Sondersitzung des Innenausschusses des rheinland-pfälzischen Landtags in Mainz. "Dort sah er den Einsatzkräften grinsend entgegen." Die Beamten hätten ihn dann überwältigt und festgenommen.

Nach der tödlichen Amokfahrt in Trier bittet die Polizei alle möglichen Zeugen und Verletzte, sich zu melden. Bislang seien bei den Ermittlern mehr als 200 Hinweise zu der Tat am Dienstag eingegangen, teilte die Polizei in Trier am Freitag mit. Die Polizei gehe davon aus, dass es noch viele weitere Zeugen und möglicherweise einige weitere verletzte Personen gebe. Es sei wichtig, dass diese sich meldeten, um Angaben zu den Geschehnissen zu machen. Jede Information bei der Aufklärung der schrecklichen Tat könne von Bedeutung sein, hieß es in einer Mitteilung.

Update vom 2.12.2020 (14.15 Uhr): mutmaßlicher Amokfahrer kommt in U-Haft

Nach der tödlichen Amokfahrt mit einem Auto in der Trierer Innenstadt kommt der dringend tatverdächtige Mann in Untersuchungshaft. Das teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch (2.12.2020) mit. Wegen Hinweisen auf eine mögliche psychische Erkrankung war auch die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung infrage gekommen.

Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier hat Haftbefehl gegen den 51 Jahre alten Beschuldigten erlassen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Trier am Mittwochnachmittag in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Polizeipräsidium Trier mit. Der mutmaßliche Täter steht unter dringendem Tatverdacht. Ihm wird Mord in fünf Fällen sowie versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in 18 Fällen vorgeworfen.

Der Beschuldigte soll am Nachmittag des 1. Dezembers mit einem PKW der Marke Land Rover durch die Trierer Fußgängerzone gerast sein. Laut Staatsanwaltschaft hatte er die Absicht, so viele Menschen wie möglich zu töten. "Wahllos und gezielt" habe er Passanten überfahren.

Er tötete fünf Menschen - drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren, ein neuneinhalb Wochen altes Kind sowie dessen 45-jährigen Vater. 18 Weitere verletzte er, sechs davon schwer.

Das Motiv des Beschuldigten bleibt weiter unklar. Während seiner Venehmung machte er wechselnde und teils nicht nachvollziehbare Angaben, die weder seine Beweggründe noch Einzelheiten zum Tathergang erklärten. Anhaltspunkte für politische, religiöse oder ähnliche Motive gibt es laut Polizei bisher nicht.

Der 51-Jährige stand bei der Tat unter Alkoholeinfluss. Sein Promillewert nach der Festnahme lag bei 1,4. Die Polizei berichtet weiter, dass der Mann während der Festnahme und später in Polizeigewahrsam "psychische Auffälligkeiten" zeigte.

Ein psychiatrisches Gutachten soll nun seine Schulfähigkeit klären. Laut Staatsanwaltschaft gäbe es aber momentan keinen Anlass zum Ausschluss der Schuldfähigkeit, daher erließ der Haftrichter Haftbefehl. Der Beschuldigte wird in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Update vom 2.12.2020 (10.09 Uhr): Vater des Babys ist unter den Toten

Fünf Menschen starben, darunter ein neun Wochen altes Baby. 14 weitere Menschen wurden verletzt. Zu den Todesopfern zählen neben dem Baby drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren sowie der 45-jährige Vater des Kindes. Sie alle stammen aus Trier. Die Mutter des Babys hat überlebt und liegt laut Behördenangaben ebenso im Krankenhaus wie ihr eineinhalb Jahre alter Sohn.

Rund vier Minuten nach dem ersten Notruf konnten Polizisten den Autofahrer festnehmen. Das Motiv des Mannes ist noch unklar, einen politischen oder religiösen Hintergrund schließen die Ermittler aber bislang aus. Auch gebe es keine Hinweise auf Mittäter oder Komplizen des Festgenommenen. Der Verdächtige ist Deutscher und gebürtig aus Trier. Er war zur Tatzeit betrunken, bei ihm wurden 1,4 Promille festgestellt. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen Mordes, Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung. Nach Angaben der Ermittler lebte er in den Tagen vor der Tat in dem Auto.

Am Mittwochvormittag (10 Uhr) wird am Trierer Wahrzeichen Porta Nigra der Opfer gedacht. Im Trierer Dom beteten bereits am Dienstagabend rund 100 Menschen für die Toten, die Verletzten und ihre Angehörigen.

Update vom 2.12.2020 (9.54 Uhr): Polizei sucht nach dem Motiv des mutmaßlichen Amokfahrers 

Bisher ist nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) kein Bekennerschreiben des Amokfahrers von Trier gefunden worden. Bei der Aufklärung komme es nun auf die Vernehmungen und die Bereitschaft des Tatverdächtigen an, seine Motive offenzulegen, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch (2.12.2020) im Deutschlandfunk. Vielleicht mache der 51-Jährige Angaben. "Wir hoffen es."

Derzeit gingen die Ermittler davon aus, dass der Amokfahrer ohne jeglichen organisierten Hintergrund gehandelt habe. Es gebe auch weiter keine Hinweise auf ein politisches Motiv. "Auch da muss man abwarten, was die weiteren Vernehmungen ergeben", sagte Lewentz.

Zu den Inhalten der Aussage des Tatverdächtigen machte die Polizei bislang keine Angaben. Der 51-Jährige sollte am Vormittag einem Haftrichter vorgeführt werden. Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft gibt es Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung des Mannes. Die Justizbehörde muss daher noch entscheiden, ob sie Untersuchungshaft beantragt oder die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Mann mit einem PS-starken Geländewagen am Dienstagnachmittag gezielt Menschen in der Trierer Fußgängerzone überfahren. Fünf Menschen starben, darunter ein neun Wochen altes Baby. 14 Menschen wurden verletzt.

Die Polizei hat die Absperrung von großen Bereichen der Innenstadt noch in der Nacht zum Mittwoch wieder aufgehoben. "Die Stadt ist wieder frei", sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Es werde zwar noch weitere Ermittlungen in der Stadt geben, dafür seien aber keine Absperrungen mehr erforderlich. Die Spuren in der Fußgängerzone seien am Dienstag bis in die späten Abendstunden gesichert worden. Danach sei noch gesäubert und aufgeräumt worden, gegen 1.00 Uhr sei alles wieder frei gewesen.

Update vom 1.12.2020 (19:40): Fahrer betrunken und wahrscheinlich psychisch krank

Der Mann, der in Trier zahlreiche Menschen an- und überfahren haben soll, war bei der Tat betrunken. Er habe zuvor "nicht unerhebliche Mengen Alkohol genossen", sagte der Oberstaatsanwalt Peter Fritzen am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Bei dem 51-Jährigen sei ein Atemalkoholwert von 1,4 Promille gemessen worden.

Der Mann könnte außerdem psychisch krank sein. Es gebe Anhaltspunkte für ein psychiatrisches Krankheitsbild, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen am Dienstag in Trier. Ein Arzt habe den Mann begutachtet, es werde vermutlich ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Keine Anhaltspunkte gebe es für ein "irgendwie terroristisch geartetes", politisches oder religiöses Motiv.

Bei dem Vorfall mit einem Auto in der Innenstadt von Trier sind vier Menschen im Alter zwischen 9 Wochen und 73 Jahren getötet worden. Zu den Opfern zählen neben dem Baby und der 73-jährigen Frau eine 25 Jahre alte Frau und ein 45 Jahre alter Mann aus Trier, sagte der Trierer Polizeivizepräsident Franz-Dieter Ankner am Dienstag. Die Mutter des Babys liegt den Behördenangaben zufolge im Krankenhaus.

Update vom 1.12.2020 (19:20): Vier Tote und 15 Verletzte

Bei dem tödlichen Vorfall mit einem Auto in der Innenstadt von Trier sind vier Menschen getötet und 15 Menschen verletzt worden. Vier Menschen hätten schwere Verletzungen erlitten, fünf erhebliche Verletzungen, und sechs Menschen seien leicht verletzt worden, sagte der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz (SPD), am Dienstag in Trier. Zahlreiche Menschen in der Innenstadt seien zudem traumatisiert worden.

Der Oberbürgermeister von Trier, Wolfram Leibe, hat sich bei den Einsatzkräften bedankt. Es seien rund 700 Helfer im Einsatz gewesen nach der tödlichen Fahrt in der Innenstadt von Trier, sagte Leibe am Dienstag. Es sei nicht selbstverständlich, dass der Täter nach wenigen Minuten gefasst werden konnte. Unter den vier Toten sei ein neun Wchen altes Baby. "Es ist der schwärzeste Tag der Stadt Trier nach dem Zweiten Weltkrieg", sagte Leibe.

Nach dem tödlichen Vorfall mit einem Auto in der Innenstadt von Trier wird gegen den Fahrer wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes in vier Fällen ermittelt. Außerdem werde ihm in zahlreichen weiteren Fällen gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen am Dienstag im Trier.

Update vom 1.12.2020 (18.45 Uhr): Trier OB spricht von "Amokfahrer"

Bei einem Vorfall mit einem Auto sind in der Innenstadt von Trier mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Die Polizei teilte am Dienstagnachmittag (1.12.2020) über Twitter mit, es habe mehrere Tote und Verletzte gegeben. Unter den Toten war auch ein Kleinkind. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach am Abend von einem "schlimmen und schrecklichen Tag", ein Baby sei aus dem Leben gerissen worden. Der Fahrer sei festgenommen und das Auto sichergestellt worden. Es handele sich um einen 51 Jahre alten Deutschen aus dem Kreis Trier-Saarburg. Der Mann sei mit einem SUV durch eine Fußgängerzone gefahren und habe offenbar "wahllos" Menschen angefahren.

"Was in Trier geschehen ist, ist erschütternd", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag auf Twitter. "Die Gedanken sind bei den Angehörigen der Todesopfer, bei den zahlreichen Verletzten und bei allen, die in diesem Moment im Einsatz sind, um die Betroffenen zu versorgen."

Die Hintergründe, warum der Fahrer in die Fußgängerzone fuhr, blieben zunächst unklar. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) sprach im Interview mit dem SWR von einem "Amokfahrer in der Innenstadt". Es habe bis zu 15 Verletzte gegeben. Augenzeugen berichteten, dass Menschen durch die Luft geschleudert worden seien.

Ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften war im Einsatz. Der ADAC schickte Rettungshubschrauber. Große Teile der Innenstadt waren abgesperrt. Nach der Festnahme bestehe keine Gefahr mehr für die Bevölkerung, teilte die Polizei mit.

Für 19.00 Uhr wurde eine Pressekonferenz im Theater Trier angekündigt, voraussichtlich mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz (SPD). Ministerpräsidentin Malu Dreyer äußerte sich entsetzt, die SPD-Politikerin wurde noch am Nachmittag am Ort des Vorfalls nahe der Porta Nigra erwartet.

Update vom 1.12.2020 16.09 Uhr: Polizei: Mehrere Tote - "ganze Reihe Schwer- und Schwerstverletzter"

Nach dem Vorfall mit einem Auto in der Trierer Innenstadt sind das genaue Ausmaß und die Zahl der Opfer nach Polizeiangaben noch unklar. "Es gibt mehrere Tote und eine ganze Reihe Schwer- und Schwerstverletzter", sagte der Sprecher des Präsidiums Trier, Karl-Peter Jochem, am Dienstag. Nach ersten Informationen kamen bei dem Vorfall mindestens zwei Menschen ums Leben.

Update vom 1.12.2020 15.46 Uhr: Polizei gibt Entwarnung für die Bevölkerung

Nach der Festnahme des Fahrers in Trier besteht nach Polizeiangaben keine Gefahr mehr für die Bevölkerung. Das sagte der Sprecher des Präsidiums Trier, Karl-Peter Jochem, am Dienstag (1.12.2020). Die komplette Innenstadt sei abgesperrt, Spuren würden gesichert.

Update vom 1.12.2020 15.39 Uhr: 51-jähriger Deutscher hat wohl "wahllos" Menschen angefahren

Am Steuer des Wagens in Trier hat ein 51 Jahre alter Mann gesessen. Es handele sich um einen Deutschen aus dem Kreis Trier-Saarburg, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Trier, Karl-Peter Jochem, am Dienstag (1.12.2020). Der Mann sei mit einem SUV durch eine Fußgängerzone gefahren und habe offenbar "wahllos" Menschen angefahren. Zeugen haben  berichtet, dass Menschen durch die Luft geschleudert worden seien. Zuletzt war von zwei Toten und mehreren Verletzten die Rede. 

Die Hintergründe des tödlichen Vorfalls in Trier sind noch völlig unklar. "Im Moment können wir zur Motivation nichts sagen", sagte Jochem. "Wir wissen nicht, warum er das gemacht hat." Es gebe keinerlei Anzeichen in irgendeine Richtung.

Update vom 1.12.2020 15.01 Uhr: Polizei hat Teile der Trierer Innenstadt abgesperrt

Teile der Trierer Innenstadt sind nach dem tödlichen Vorfall mit einem Auto weiträumig abgesperrt. Überall im Zentrum - auch nahe der berühmten Porta Nigra - war am Dienstag (1.12.2020) Blaulicht zu sehen. Ein Auto hat dort mehrere Menschen erfasst, zwei wurden tödlich verletzt. Es sollte in Kürze in einer Pressekonferenz über den Vorfall informiert werden.

Erstmeldung: In Trier ist ein Auto in die Fußgängerzone gerast - 2 Tote

Ein Auto hat in der Fußgängerzone in Trier mehrere Menschen verletzt. Das teilte ein Sprecher der örtlichen Polizei am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Hintergrund sei unklar.

"Wir haben in der Fußgängerzone mehrere Verletzte, die von einem Auto angefahren wurden. Das Auto ist gestellt, der Fahrer ist festgenommen", sagte er. Nach ersten Erkenntnissen sind zwei von ihnen tödlich verletzt. Die Polizei bat die Bevölkerung darum, den Bereich zu meiden.