Trier
Einbruch

Deutschlands dümmste Diebe: Einbrecher wollen Goldschatz aus Museum stehlen - und scheitern kläglich

Anfang Oktober haben mindestens zwei Täter versucht, einen Goldschatz aus dem Rheinischen Landesmuseum in Trier zu stehlen. Der Einbruchsversuch scheiterte jedoch kläglich. Jetzt sind die Diebe auf der Flucht.
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Einbruch in Trier: In der Nacht zum Dienstag (8. Oktober 2019) kam es laut Polizei zu einem Einbruch im Rheinischen Landesmuseum. Dort haben Diebe versucht einen Goldschatz zu entwenden. Durch unvorsichtiges Verhalten wurde die Polizei frühzeitig informiert und fahndet nun nach den Tätern.

Einbrecher verraten sich durch Lärm

Nachdem sie den ersten Stock des Gebäudes über ein Baugerüst erreicht hatten, schlugen die Einbrecher eine Fensterscheibe kaputt. Durch den Lärm alarmierten Nachbarn die Polizei, zudem schlug das Sicherheitssystem des Museums Alarm.

 

Täter fliehen ohne Beute - und vergessen Werkzeug

Das Ziel des Einbruchs war ein großer Goldschatz, der von Panzerglas geschützt wurde. Mit zwei Vorschlaghämmern versuchten die Diebe, die Scheibe zu zertrümmern, scheiterten jedoch kläglich. Aufgeschreckt von der sich nähernden Polizei flohen sie durch eine Hintertür und sprangen von einer circa 3,70 Meter hohen Mauer in den Palastgarten. Allerdings vergaßen sie dabei ihr neuwertiges Werkzeug - darunter auch zwei Schraubenzieher und ein Brecheisen - und hinterließen somit Beweismaterial am Tatort.

Maskierte Einbrecher auf Fotos und Videos zu sehen

Bereits vor ihrem Einbruch wurden die vermummten Täter von Überwachungskameras aufgezeichnet. Somit hat die Polizei nicht nur deren Werkzeuge, sondern können die Diebe durch das ausgewertete Bildmaterial auch relativ präzise beschrieben werden.

Beschreibung der Täter

Den Einbruch haben vermutlich zwei Täter begangen, zu denen die Polizei folgende Beschreibungen veröffentlicht hat:

Täter 1:

Der erste Verdächtige ist schlank bis athletisch, hat lange Beine und ist circa 10 Zentimeter größer als sein Partner. Bei dem Einbruch trug er eine Sturmmaske mit einer größeren Öffnung im Augenbereich und einen etwas längeren Parka. Darunter trug er ein weiteres Kleidungsstück mit Kapuze. Außerdem hatte er zweifarbige Handschuhe (vermutlich Arbeitshandschuhe) und eine lange Sport- oder Jogginghose mit seitlichen Streifen an. An den Füßen trug er vermutlich einfarbige Sportschuhe.

Täter 2:

Der zweite Verdächtige ist von durchschnittlicher Figur, etwa 10 Zentimeter kleiner als sein Partner und trug ebenso eine an den Augen großzügig geöffnete Sturmmaske. Weiterhin hatte er eine Winterjacke mit Kapuze und Reißverschluss sowie eine lange Sport- oder Jogginghose der Marke Nike an, die sich an der Vorderseite der Oberschenkel farblich vom Rest der Hose absetzt.

Als besonderes Merkmal erwähnt die Polizei, dass die Flüchtigen möglicherweise Verletzungen von ihrem Sprung aus knappen vier Metern davongetragen haben könnten.

Beschreibung der Werkzeuge:

Die verwendeten Einbruchswerkzeuge scheinen neuwertig zu sein. Gefunden wurde ein rot lackiertes, etwa 40 Zentimeter langes Nageleisen der Marke "Rennsteig" und der Aufschrift "Made in Germany". Außerdem sind am Tatort zwei baugleiche, 39 Zentimeter lange Schraubenzieher mit schwarzem Kunststoffgriff der Marke "Skandia" zurückgeblieben. Zudem wurden zwei identische Vorschlaghämmer der Marke "Gamma" und zwei schwarze Sporttaschen der Marken "Nike" und "Sportcity" hinterlassen.

Polizei bittet um Hinweise

Die Kriminalpolizei Trier bittet Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Einbruch verdächtige Feststellungen vor, während oder nach der Tat gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0651/9779-2290 zu melden!