Kochel am See
Tödlicher Unfall

Tragödie in Bayern: Enkel (2) und Großvater (65) von Zug erfasst - beide sterben

In Bayern hat sich am Wochenende ein schrecklicher Unfall ereignet: In Kochel am See sind ein Großvater (65) und sein Enkel (2) ums Leben gekommen. Sie wollten mit ihrem Quad einen unbeschrankten Bahnübergang überqueren.
Artikel drucken Artikel einbetten
In Kochel am See in Bayern hat sich eine schreckliche Tragödie ereignet: Ein Großvater und sein zweijähriger Enkel wurden beim Überqueren eines Bahnübergangs vom Zug erfasst und getötet. Symbolfoto: David Young/dpa
In Kochel am See in Bayern hat sich eine schreckliche Tragödie ereignet: Ein Großvater und sein zweijähriger Enkel wurden beim Überqueren eines Bahnübergangs vom Zug erfasst und getötet. Symbolfoto: David Young/dpa

Tödlicher Unfall in Kochel am See in Bayern: Beim Überqueren eines Bahnüberganges in Kochel am See in Bayern sind ein 65-jähriger Mann und sein zwei Jahre alter Enkel von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Das berichtet die Deutsche Presseagentur unter Berufung auf die Polizeistation Kochel am See, welche auch die Ermittlungen zur Klärung der genauen Unfallursache führt.

Währenddessen hat die Deutsche Bahn ihr Bedauern geäußert. "Auch wir sind von dem tragischen Unfall sehr betroffen", sagte ein Sprecher am Montag. Um solche Situationen zu ändern, gibt es dem Sprecher zufolge nur zwei Lösungen: Ausbau oder Abbau. "Der Abbau von unbeschrankten Bahnübergängen ist die beste Lösung." Dagegen sperrten sich in vielen Fällen aber Gemeinden, die bei der Veränderung von Bahnübergängen ebenfalls oft mitentscheiden dürfen.

Sie möchten kurze Wege erhalten. Eine Nachrüstung mit Schranken oder Warnzeichen sei teuer. Und auch dann müsse man sich oft erst mit den Gemeinden einigen. "Die Bahn ist für mehr Sicherheit immer gesprächsbereit."

Der 65-jährige Großvater saß mit dem Enkel auf einem Quad

Ein 65-jähriger Mann aus dem Loisachtal befuhr mit einem Quad Marke Kawasaki einen Weg vom Ortsteil Ried aus in Richtung Kochler Moor, berichtet die Polizei. Hinter ihm saß ein gut 2-jähriger Bub, ebenfalls aus dem südlichen Landkreis Bad Tölz stammend. An einem unbeschrankten Bahnübergang der Strecke Tutzing-Kochel wollte der Quadfahrer die Gleise passieren, während sich aus Richtung Benediktbeuern ein Zug der Werdenfelsbahn näherte.

Tödliche Verletzungen: Quad vom Triebwagen erfasst

Das Quad wurde beim Überqueren der Gleise vom Triebwagen erfasst und von der Böschung auf eine rechts angrenzende Wiese geschleudert. Bei dem Zusammenstoß erlitten beide Personen, die auf dem Quad saßen, tödliche Verletzungen. Der Lokführer, ein 32-jähriger aus dem Tölzer Landkreis, wurde sicherheitshalber mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Bad Tölz gebracht.

Im Zug befanden sich insgesamt zehn Fahrgäste und neben dem Lokführer noch ein Zugbegleiter. Kein Insasse des Zuges wurde verletzt. Die Fahrgäste wurden mit Ersatzfahrzeugen an den Zielort gebracht.

65 Einsatzkräfte und Rettungshubschrauber vor Ort

Neben Einsatzkräften von Landes- und Bundespolizei waren 25 Einsatzkräfte vom Bayerischen Roten Kreuz mit drei Fahrzeugen und einem Rettungshubschrauber vor Ort. Von den Freiwilligen Feuerwehren Benediktbeuern, Ried und Penzberg waren insgesamt 40 Einsatzkräfte sowie die Landkreisführung eingesetzt.

Der Sachschaden am Triebwagen belief sich nach Schätzungen der eingesetzten Bahnverantwortlichen auf circa 40.000 Euro, am Quad entstand Totalschaden in Höhe von circa 5.000 Euro.

Die einspurige Bahnstrecke blieb über mehrere Stunden vollständig gesperrt. Zur Klärung der Unfallursache wurde im Auftrag der Staatsanwaltschaft ein Gutachter hinzugezogen.