Oberammergau
Kletterunfall

Tragödie in den Alpen: Achtjähriges Mädchen stirbt bei 50-Meter-Sturz am Ettaler Mandl

Bei einem Kletterunfall am Ettaler Mandl in den Alpen bei Oberammergau ist am Sonntag ein achtjähriges Mädchen ums Leben gekommen.
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Eine Achtjährige ist in den Alpen bei Oberammergau 50 Meter in die Tiefe gestürzt. Sie starb wenig später im Krankenhaus. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Eine Achtjährige ist in den Alpen bei Oberammergau 50 Meter in die Tiefe gestürzt. Sie starb wenig später im Krankenhaus. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ein achtjähriges Mädchen ist am Ettaler Mandl bei Oberammergau abgestürzt und an seinen schweren Verletzungen gestorben. Das Kind aus dem Raum München, das mit einem Elternteil unterwegs war, sei am Sonntag auf dem Klettersteig beim Abstieg vom Gipfel etwa 50 Meter in die Tiefe gefallen, teilte die Polizei am Montag mit.

Mehrere Wanderer beobachteten den Absturz und leisteten Erste Hilfe. Ein Rettungshubschrauber brachte das schwer verletzte Kind ins Unfallkrankenhaus Murnau. Trotz ärztlicher Bemühungen erlag die Achtjährige in der Nacht ihren Verletzungen.

Das Mädchen stürzte trotz guter Ausrüstung ab

Das Mädchen sei mit einem Klettersteigset gut ausgerüstet gewesen, sagte Polizeibergführer Walter Schmid. Die Gründe für das Unglück seien unklar. Die Zeugen des Unfalles wurden von der Bergwacht ins Tal begleitet und von Mitarbeitern des Kriseninterventionsdienstes betreut.

Das 1633 Meter hohe Ettaler Mandl ist ein beliebtes Ausflugsziel. Durch die Bergbahn von Oberammergau aus auf den Nachbargipfel Laber ist es gut erreichbar; der Klettersteig zum Gipfel ist nicht schwierig. Erst vor wenigen Wochen sei der Steig auf den neuesten Stand gebracht worden, sagte Schmid. Ketten wurden entfernt und durch Drahtseile ersetzt. "Das Ettaler Mandl ist gut abgesichert."



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