Auf der A3 bei Deggendorf kam es am Wochenende zu einem tödlichen Unfall. Ein Auto prallte mit einem Sattelzug bei Iggensbach zusammen. Der Fahrer des Sattelzugs blieb unverletzt, während der oder die Fahrerin des Autos bis zur Unkenntlichkeit verbrannte. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks (BR) beobachteten zahlreiche Gaffer die Rettungsarbeiten.

Auf A3 bei Deggendorf: Polizei fordert extra Streife gegen Gaffer an

Den Gaffern erteilten die Beamten vor Ort Platzverweise. Die Polizei musste wegen der Gaffer sogar extra eine weitere Streife zur Unterstützung holen, wie der Deggendorfer Polizeihauptkommissar Hermann Zöttl gegenüber dem BR betonte.

Gaffer klettern auf Lärmschutzwall und filmen Rettungsarbeiten

Laut dem BR errichteten die Polizeibeamten vor Ort eine Autobahntotalsperre und leiteten den Verkehr über einen Parkplatz von der A3 ab. Einige Verkehrsteilnehmer nutzten den Parkplatz jedoch nicht zum Abfahren. Stattdessen parkten sie ihr Fahrzeug, kletterten auf einen Lärmschutzwall und filmten die Rettungsarbeiten. Die Polizisten erteilten insgesamt 50 bis 60 Gaffern Platzverweise.

Unverständnis gegenüber Sensationsgier

"Mich stört das gewaltig, sich am Leid von anderen zu ergötzen aus reiner Sensationsgier, das ist unanständig", äußerte sich Zöttl gegenüber dem BR.

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