Laden...
Aachen
Bunte Tütchen

Legal highs: Drei Menschen sterben - Polizei warnt vor lebensgefährlichen Drogen

Sie sehen harmlos aus, doch der Inhalt der kleinen, bunten Tütchen ist durchaus gefährlich. Bereits drei Menschen sind zuletzt durch die Einnahme des Inhalts, sogenannter "Legal Highs", gestorben. Die Polizei warnt jetzt.
Artikel drucken Artikel einbetten
In diesen bunten Tütchen befinden sich gefährliche Substanzen. Die Polizei warnt eindringlich vor der Einnahme der sogenannten "Legal Highs". Foto: Polizei Aachen
In diesen bunten Tütchen befinden sich gefährliche Substanzen. Die Polizei warnt eindringlich vor der Einnahme der sogenannten "Legal Highs". Foto: Polizei Aachen
+2 Bilder

Mit dem Aufdruck bunter Bildchen, wie beispielsweise von den Simpsons, sehen die kleinen, bunten Plastiktütchen tatsächlich harmlos aus. Allerdings ist der Inhalt durchaus als gefährlich einzustufen. Davor warnt jetzt auch die Polizei.

In den kleinen Tütchen befinden sich nach Angaben der Polizei Aachen sogenannte "Legal Highs". Die genaue chemische Zusammensetzung der Designerdroge ist für den Konsumenten nicht erkennbar, wodurch unklar ist, wie genau die Substanz auf den Körper wirkt. Den psychoaktiven Substanzen werden oftmals Kräutermischungen, Lufterfrischer, Badesalze oder Reiningsmittel untergemischt. "Die Plastikverpackungen täuschen durch das auffällige Design über die Gefährlichkeit und Illegalität hinweg", so die Polizei. Das LKA untersuchte die Substanzen.

Häufig sind "Legal Highs" mit dem Hinweis "NOT FOR HUMAN CONSUMPTION" versehen, was soviel bedeutet, dass der Inhalt nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt ist. Die Polizei Aachen weist an dieser Stelle auch noch einmal darauf hin, dass der Umgang mit derartigen Substanzen strafbar ist.

Erhebliches Gesundheitsrisiko durch "Legal Highs"

Deshalb rät die Polizei in einer Mitteilung: "Sollten Sie 'Legal Highs' oder ähnliche Stoffe zu sich genommen haben, dann begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Aufsicht. Es besteht ein erhebliches Gesundheitsrisiko." Auch wenn man jemanden kennt, der mit diesen Substanzen in Berührung gekommen ist, sollte man Polizei und Rettungsdienst informieren.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) geht die Polizei von drei Todesopfern der Designerdroge in der letzten Zeit aus. "Im Rahmen der noch laufenden Ermittlungen kann in bislang drei Fällen eine Todesursache durch Einnahme dieser Stoffe nicht ausgeschlossen werden beziehungsweise ist als wahrscheinlich einzustufen", heißt es im Polizeibericht.

Bei einem Einsatz Ende November 2019 in Eschweiler wurden größere Mengen an Betäubungsmittel sichergestellt, darunter entdeckten die Beamten der Polizei eben auch die "Legal Highs". Diese wurden offenbar auch über Onlineshops vertrieben.

Vor kurzem sorgte ein Drogen-Fall in Franken für Fassungslosigkeit bei der Polizei. Der 58-Jährige brachte einen Beutel Crystal Meth zur Polizeiwache, um die Qualität seiner Drogen beurteilen zu lassen.