In Corona-Zeiten muss die Polizei oft private Partys mit zu vielen Gästen auflösen. Manchmal versuchen die Feiernden auf gefährliche Weise, sich eine Anzeige und ein Bußgeld zu ersparen.

Durch Sprünge vom Balkon haben Gäste illegaler Partys in Bayern versucht, vor der Polizei zu flüchten. Im niederbayerischen Tittling (Landkreis Passau) hätten offenbar insgesamt sechs Leute in einer Wohnung gefeiert, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Kontrolle in Tittling: Polizisten beobachten, wie Partygäste vom Balkon springen 

Ein 24-jähriger Wohnungsmieter wollte die Beamten am Montagnachmittag (4. Januar 2021) zunächst nicht hereinlassen.

Diese beobachteten aber durch die offene Wohnungstür, dass sich drei Partygäste über den Balkon entfernten. Die drei verbleibenden Feiernden, darunter eine 23-jährige Mitbewohnerin und ein 26-jähriger Gast, wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Am Montagabend löste die Polizei im mittelfränkischen Erlangen eine nachträgliche Silvesterparty auf, bei der den Angaben zufolge rund ein Dutzend Jugendliche in einer Wohnung feierten. Als die Beamten eintrafen, hätten sich einige Gäste auf dem Balkon oder unter Matratzen versteckt. Einige sprangen ohne Schuhe vom Balkon, wurden aber wenig später von einer anderen Polizeistreife aufgegriffen. 

Die Feiernden müssen nun mit jeweils 250 Euro Bußgeld rechnen, für die Gastgeber seien sogar über 1000 Euro möglich. Wegen der Corona-Pandemie dürfen sich derzeit maximal fünf Personen aus zwei Hausständen treffen.