Stuttgart
Tötungsdelikt

Stuttgart: Tatverdächtiger gesteht - Opfer vor Augen der Tochter niedergestochen

Am Mittwochabend ist ein 36-jähriger Mann in Stuttgart auf offener Straße erstochen worden. Nun gibt es weitere Details in dem Fall: Der 26-jährige Tatverdächtige hat gestanden; bei den Behörden sei er laut Polizei schon bekannt gewesen.
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Mann in Stuttgart erstochen: Am Mittwochabend (31. Juli 2019) ist in Stuttgart (Baden-Württemberg) auf offener Straße ein 36-jähriger Mann ist mit einem "schwertähnlichen Gegenstand" erstochen worden. Laut Polizei hatte das Opfer einen Streit mit dem 28-jährigen Tatverdächtigen, der nun gestanden hat. Nach der Tat ließ er den 36-Jährigen blutend auf der Straße liegen und flüchtete. Wie Bild berichtet, musste die 11-jährige Tochter des Opfers die blutige Tat mit ansehen.

Update vom 2. August: Verdächtiger hat Tat gestanden, weitere Befragungen laufen

Nach der tödlichen Stichattacke auf offener Straße in Stuttgart will die Polizei am heutigen Freitag (2. August 2019) weitere Zeugen vernehmen. Darunter seien Anwohner und Bekannte des Opfers und des mutmaßlichen Täters, sagte ein Sprecher der Polizei.

Weiter soll das Motiv für die Bluttat vom Mittwochabend geklärt werden. Bislang gehen die Ermittler von persönlichen Beweggründen aus. Der Verdächtige soll den Angaben nach bis vor kurzem bei dem Opfer gewohnt haben. Vor dem Angriff hätten die beiden Streit gehabt, der 28-Jährige soll dann mit einer Art Schwert den 36-Jährigen erstochen haben.

Identität des Täters wird geprüft

Die Identität des Verdächtigen, der die Tat am Donnerstag gegenüber der Polizei gestanden hatte und in Untersuchungshaft sitzt, ist noch nicht abschließend geprüft. Bislang geht die Polizei davon aus, dass er Syrer ist und seit 2015 in Deutschland mit einem gültigen Aufenthaltsstatus lebt. "So ist er registriert", sagte ein Sprecher. Ob diese Angaben aber tatsächlich stimmen, müsse noch verifiziert werden.

Mit dieser Identität sei der Verdächtige jedenfalls schon bei der Polizei bekannt gewesen - zu den Hintergründen äußerte sich der Sprecher aber nicht.

Videos von der Tat im Netz: Staatsanwaltschaft ermittelt

Unter anderem mit einem Hubschrauber fahndete sie nach dem Verdächtigen und stellte ihn wenige Stunden später in der Nähe des Tatorts. Nach der Tat kursierten mehrere Videos davon im Netz. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft, ob sich Menschen, die Videos aufgezeichnet und hochgeladen haben, strafbar gemacht haben.

Angriff mit "schwertähnlichem Gegenstand": Opfer erliegt den Verletzungen in Stuttgart

Medienberichte, wonach es sich bei dem "schwertähnlichen Gegenstand" um eine Machete handeln soll, bestätigte die Polizei nicht. Trotz sofortiger Rettungsversuche starb das Opfer.

Verdächtiger wohnte mit Opfer zusammen

Inzwischen hat die Polizei weitere Details bekanntgegeben. Demnach haben der Verdächtige und das spätere Opfer bis vor kurzem zusammengewohnt. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 28 Jahren alten syrischen Staatsbürger. Er soll den 36-jährigen Deutschen am Mittwochabend mit einer Art Schwert erstochen haben. Das Opfer war nach dem Angriff blutüberströmt auf der Straße liegen geblieben. Zeugen verständigten die Polizei.

Um 18.15 Uhr hatten Zeugen die Polizei alarmiert: Rettungskräfte konnten dem Verletzten trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen nicht mehr helfen.

Die Polizei hatte noch am selben Abend eine Fahndung mit Rettungshubschrauber eingeleitet und einen Mann festgenommen. Unklar war zunächst, ob es sich um den gesuchten Tatverdächtigen handelt. Hintergründe zur Tat und den Beteiligten waren zunächst nicht bekannt.

Das Verbrechen ereignete sich im südlichen Stadtteil Fasanenhof, der direkt an der Autobahn 8 und der Bundesstraße 27 liegt. Rund um den Tatort stehen viele mehrgeschossige Wohnhäuser.

Mord auf offener Straße: Zeugen gesucht

Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0711/89905778 zu melden.

 

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