Stuttgart
Brandstiftung

Unbekannte zünden Feinstaub-Messstation an - 200.000 Euro Schaden

Brandanschlag auf die wohl bundesweit bekannteste Messstation für Luftschadstoffe: Wie die Polizei meldet, haben Unbekannte die Station in der Stuttgarter Straße Am Neckartor am Samstag angezündet.
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Unbekannte Täter haben am Samstag die Feinstaub-Messstation an der Straße Am Neckartor in Stuttgart angezündet. Foto/Archiv: Bernd Weissbrod/dpa
Unbekannte Täter haben am Samstag die Feinstaub-Messstation an der Straße Am Neckartor in Stuttgart angezündet. Foto/Archiv: Bernd Weissbrod/dpa

Unbekannte Täter haben am Samstag (06.4.2019) die Feinstaub-Messstation an der Straße Am Neckartor in Stuttgart beschädigt. Dies meldet die Polizei. Offenbar hatten die Unbekannten zwischen 20.00 Uhr und 21.00 Uhr ein Feuer direkt an dem Gehäuse der Messstation gelegt.

Brandanschlag auf Luftschadstoff-Messstation am Neckartor: 200.000 Euro Schaden

Laut Polizeibericht sei dadurch ein erheblicher Sachschaden entstanden. Das Landesamt für Umwelt Baden-Württemberg beziffere diesen vorläufig auf rund 200.000 Euro. Die Täter flüchteten unerkannt, die Ermittlungen dauern an.

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Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, sei die Station bei dem Feuer zwar schwer beschädigt worden. Intakt geblieben sei aber der so genannte Passivsammler auf dem Dach der Station. Die Messung dieses Geräts hätten im vergangenen Jahr einen Wert von durchschnittlich 71 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft (bei erlaubten 40 Mikrogramm) in Stuttgart ergeben.

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Die Folge war ein Fahrverbot in Stuttgart: Seit Beginn des Jahres 2019 dürfen Euro 1- bis Euro-4-Diesel nicht mehr ins Stadtgebiet; seit 1. April gilt dieses Fahrverbot auch für Anwohner.

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