Kröpelin
Unfallserie

Alkohol und Gaffer: Frau und Mädchen sterben, ein Kind in Lebensgefahr bei schweren Unfällen auf der A 20 bei Rostock

Beim ersten Unfall war Alkohol im Spiel, beim zweiten machten Gaffer Probleme: Auf der Ostseeautobahn A20 bei Rostock ereigneten sich am Samstag zwei schwere Unfälle. Eine Frau und ein Mädchen sterben, ein Kind schwebt in Lebensgefahr, weitere wurden verletzt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mecklenburg-Vorpommern, Kröpelin: Auf der Autobahn A20 zwischen Lübeck und Rostock stehen an der Anschlußstelle Kröpelin die an einem schweren Verkehrsunfall beteiligten Fahrzeuge. Bei dem Unfall nahe Rostock sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere Menschen seien schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock. Foto: Thomas Häntzschel/dpa-Zentralbild/dpa
Mecklenburg-Vorpommern, Kröpelin: Auf der Autobahn A20 zwischen Lübeck und Rostock stehen an der Anschlußstelle Kröpelin die an einem schweren Verkehrsunfall beteiligten Fahrzeuge. Bei dem Unfall nahe Rostock sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere Menschen seien schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock. Foto: Thomas Häntzschel/dpa-Zentralbild/dpa
Bei einem Auffahrunfall auf der A20 unweit von Rostock sind am Samstag eine 63-Jährige und ein junges Mädchen ums Leben gekommen. Der elfjährige Bruder des Mädchens schwebt in Lebensgefahr.

Weitere acht Menschen seien verletzt worden oder stünden unter Schock, sagte eine Polizeisprecherin. Bei den Todesopfern handele es sich um eine Beifahrerin und eine 13-Jährige, vermutlich die Enkelin der Frau. Die 43 Jahre alte Mutter der Kinder saß am Steuer und erlitt leichte Verletzungen.


Betrunkene Autofahrerin verursacht tödlichen Unfall

Der Unfall habe sich auf der Richtungsfahrbahn Rostock kurz vor der Anschlussstelle Kröpelin (Landkreis Rostock) ereignet. Eine 46 Jahre alte Fahrerin sei mit ihrem Wagen ungebremst auf das Auto der Familie aufgefahren. Das gerammte Auto wurde auf zwei weitere Fahrzeuge geschoben. Die Unfallfahrerin stand nach ersten Untersuchungen der Polizei unter Alkoholeinfluss. Sie wurde ebenfalls verletzt.
In einem der beiden anderen Fahrzeuge saß den Angaben zufolge eine Familie mit zwei Kleinkindern. Alle vier Familienmitglieder hätten Schocks erlitten und seien in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte die Sprecherin. Mit leichten Verletzungen kamen außerdem ein Mann und eine weitere Frau in die Klinik. Neben mehreren Rettungswagen seien drei Hubschrauber im Einsatz gewesen.


Anzeigen gegen Gaffer bei weiterem Unfall auf A20

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs schaltete die Polizei einen Sachverständigen ein. Die Autobahn in Richtung Osten war zwischen Neukloster und Kröpelin bis in die Abendstunden gesperrt. Die Retter lobten nach Angaben der Polizeisprecherin das Verhalten der Autofahrer. Sie hätten sofort eine Rettungsgasse gebildet.

Probleme machten hingegen Autofahrer bei einem weiteren Unfall auf der A20 am Samstag: Bei einem zweiten schweren Unfall auf der Autobahn 20 bei Wismar in Mecklenburg-Vorpommmern sind am Samstag vier Menschen, darunter ein Säugling, schwer verletzt worden. Weil vorbeifahrende Autofahrer Handyaufnahmen von dem Unfall anfertigten, leitete die Polizei mehrere Bußgeldverfahren ein.

Wie ein Polizeisprecher am Sonntag in Rostock erklärte, hatte der 43-jährige Autofahrer beim Überholen und bei starkem Regen die Kontrolle über den Wagen verloren und war gegen einen Brückenpfeiler geschleudert. Der Fahrer, ein zehnjähriges Kind und ein knapp zwei Monate altes Baby sowie dessen Mutter wurden schwer verletzt. Sie seien aber nicht in Lebensgefahr.


Unfallschwerpunkt A20? Schwerer Unfall am vergangenen Sonntag

Auf der A20 hatte es erst am vergangenen Sonntag einen schweren Unfall bei Tribsees östlich von Rostock gegeben. Ein 36 Jahre alter Geländewagenfahrer war im Rückreiseverkehr mit großer Wucht auf einen Kleinwagen an einem Stauende aufgefahren. Zwei Frauen im Kleinwagen starben, vier Menschen - auch der Unfallverursacher - wurden schwer verletzt.