Ein Fahrrad, Blutspuren und ein Außenspiegel: Als die Polizei am gemeldeten Unfallort auf der Landesstraße 3180 bei Schlüchtern ankamen, fehlte von dem verletzten Radfahrer jede Spur. Erst später konnte er in einem örtlichen Krankenhaus ausfinden gemacht werden. Gegen dem Unfallverursacher wird zurzeit ermittelt.

Wie das Polizeipräsidium Südosthessen berichtet, haben aus diesem Grund mittlerweile die Spezialisten der Unfallfluchtgruppe die weiteren Ermittlungen übernommen und fahnden nach einem schwarzen Wagen, bei dem die Beifahrerscheibe komplett zerstört wurde. Neben dem Außenspiegel fehlt an dem Wagen auch der Griff der Beifahrertür. Nach Auswertung der Spuren stammen die Teile von einem koreanischen Fahrzeug der Marke Hyundai, Kia oder SsangYon.

Es wurde ein verlassenes Fahrrad gemeldet

Gegen 2.15 Uhr meldete sich zunächst ein Autofahrer bei der Polizei und gab an, dass er soeben auf der Strecke zwischen Herolz und Sannerz ein Fahrrad mit eingeschalteter Beleuchtung im Straßengraben entdeckt habe. Allerdings seien keine Personen in der Nähe gewesen. Eine Streife der Polizei Schlüchtern stellte wenig später im Umkreis von mehreren Metern um die Fundstelle des Rades Glasscherben und zudem einen Außenspiegel fest. Außerdem befand sich auf der Fahrbahn ein 15 bis 20 Zentimeter großer Blutfleck.

Noch in der Nacht wurde in der Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses ein schwer verletzter Mann aus Schlüchtern eingeliefert, der wegen einer Kopfplatzwunde, mehreren Schürf- und Kratzwunden sowie einem gebrochenen Arm behandelt werden musste. Bei dem 30-Jährigen handelt sich nach ersten Erkenntnissen um den Radfahrer, der bislang allerdings wenig zum Unfallhergang sagen konnte. Er gab lediglich an, dass er nach dem Zusammenstoß im Graben lag und einen zufällig vorbeikommenden Autofahrer durch Winken auf seine missliche Lage aufmerksam machen konnte.

Nach dem unbekannten Helfer wird bislang noch gesucht

Nach Zeugenaussagen habe ein bislang unbekannter Helfer den Verletzten zwar ins Krankenhaus gebracht, sei dann aber wieder gegangen, ohne seine Personalien zu hinterlassen. Dieser Mann im Alter von Anfang 30 wurde auf 1,85 Meter geschätzt und habe schwarze Haare und einen schwarzen Vollbart. Er gilt für die weiteren Ermittlungen als sehr wichtiger Zeuge.

Der Helfer sowie mögliche weitere Zeugen werden gebeten, sich umgehend bei der Unfallfluchtgruppe in Langenselbold unter der Rufnummer 06183 911550 zu melden.