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Bückeburg
Prozess

Schüttelte er sein Baby (3 Monate) zu Tode? Vater aus U-Haft entlassen

In Niedersachsen wird der Fall eines verstorbenen Säuglings behandelt. Dabei ergab sich eine überraschende Wendung. Wer tötete das 12 Wochen alte Baby?
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Der Vater (23) des kleinen Säuglings wurde am Mittwoch (23. Mai 2018) aus der Untersuchungshaft entlassen. Symbolbild: Christopher Schulz
Der Vater (23) des kleinen Säuglings wurde am Mittwoch (23. Mai 2018) aus der Untersuchungshaft entlassen. Symbolbild: Christopher Schulz
Baby starb durch Schleudertrauma - doch war es der Vater (23)?
  • Die Staatsanwaltschaft hatte den Mann vorgeworfen, seinen Sohn im November 2017 so stark geschüttelt zu haben, dass das Baby Hirnblutungen erlitt.
  • Trotz einer Not-Operation zwei Tage später verstarb der Säugling.


    Was ist dran an den Vorwürfen?

    Der 23-jährige Vater wurde am Mittwoch (23. Mai 2018) aus der Untersuchungshaft entlassen. Dies teilte das Landgericht mit. Die Begründung lautet: Die rechtsmedizinischen Untersuchungen ergaben zwar, dass der Säugling aufgrund des Schütteltraumas verstorben sei. Jedoch konnte nicht eindeutig nachgewiesen werden, dass der Vater das Baby schüttelte. Es kämen weitere mögliche Verursacher in Frage.

    Eine Medizinerin sagte vor Gericht aus, dass die Verletzungen des Säuglings auch von früheren Schüttelereignissen kommen könnten. Andere Familienmitglieder seien ebenfalls mit dem Kind alleine gewesen.

    Hintergrund: Das Baby war lediglich 12 Wochen alt, als es starb.

    Das Urteil wird möglicherweise am Freitag (25. Mai 2018) gesprochen.