Messerattacke in Bordell: Mit zwei Küchenmessern bewaffnet ist ein 56-Jähriger in einem Rosenheimer Bordell aufgetaucht und hat auf einen Mann eingestochen. Der mutmaßliche Angreifer verletzte einen 46-jährigen Bekannten des Betreibers mit Stichen und Schnitten, wie die Polizei mitteilte.

Gegen den Tatverdächtigen erließ eine Richterin am Samstag Haftbefehl. Die Kripo Rosenheim übernahm die Ermittlungen. Die Ermittler werfen dem Mann ein versuchtes Tötungsdelikt vor. Erst vor wenigen Tagen hatte ein Messerangriff im Jobcenter in Bayreuth für Schlagzeilen gesorgt. Drei Menschen wurden damals verletzt.

Drohungen wurden nicht ernst genommen

Der 56-Jährige hatte zuvor am Freitagabend das Bordell in Rosenheim besucht. Der Mann war allerdings mit den erbrachten Leistungen nicht zufrieden. Aufgebracht verließ er das Bordell, kündigte an zurückzukommen und die Anwesenden umzubringen. Diese Drohungen wurden zunächst nicht ernst genommen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen fuhr der Mann nach Hause, bewaffnete sich mit zwei Küchenmessern und machte sich wieder auf den Weg in das Bordell. Der Sohn des Mannes habe dies noch mitbekommen und sei seinem Vater noch gefolgt, teilte die Polizei mit. Er habe seinen Vater aber nicht aufhalten können.

Zurück im Bordell, trat der 56-Jährige eine Tür ein, ging auf sein Opfer los und stach auf den 46-Jährigen ein. Zeugen überwältigten den Angreifer. Einsatzkräfte nahmen ihn vor Ort fest. rowa/mit dpa