Rhede

Rhede/NRW: Kutscher schlägt mit Peitsche auf regungsloses Pferd ein - und greift Zeugen an

Schlimmer Fall von Tierquälerei in Rhede: Vor den Augen von Zeugen soll ein 71-Jähriger mit einer Peitsche mehrmals gnadenlos auf ein Pferd eingeprügelt haben. Später gab er sich ahnungslos.
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Schwerer Fall von Tierquälerei in Rhede in NRW: ein Kutscher soll ein Pferd misshandelt haben. Symbolbild: pixabay
Schwerer Fall von Tierquälerei in Rhede in NRW: ein Kutscher soll ein Pferd misshandelt haben. Symbolbild: pixabay

Es sind schockierende Szenen, die Zeugen von einem landwirtschaftlichen Anwesen in Rhede in Nordrhein-Westfalen berichten: Demnach haben sie beobachtet, wie ein Mann mit einer Peitsche solange auf ein Pferd einprügelte, bis es sich nicht mehr regte. Auch nach den Zeugen soll der Mann laut Polizei geschlagen haben. Erst vor wenigen Tagen hatte ein anderer Tierquäler ein Pferd im Genitalbereich schwer verletzt.

Die Zeugen teilten der Polizei mit, dass ein 71-Jähriger Angestellter des Hofes in Rhede versucht habe, das Pferd vor eine Kutsche zu spannen. Dabei habe das Tier nicht wie gewünscht pariert und sei zu Fall gekommen.

Tierquäler greift auch Zeugen an

Die Zeugen berichten weiterhin, dass der Mann mit einer Peitsche auf das Tier eingeschlagen habe, auch als dieses sich kaum noch bewegte. Es habe über eine Stunde mit angelegtem Kutschenhalfter auf dem Betonboden gelegen.

Die Anwesende hätten den 71-Jährigen aufgefordert, das Pferd in Ruhe zu lasen. Doch der habe sie aufgefordert "abzuhauen" und mit der Peitsche auch in Richtung der Personen geschlagen. Sie hätten ausweichen können und seien nicht getroffen worden. Eine der Zeuginnen half dem Tier und nahm diesem das zwischenzeitlich verdrehte Geschirr ab.

Gegenüber den hinzugerufenen Polizeibeamten stritt der Mann dann ab, das Tier misshandelt zu haben. Er habe lediglich das Pferd für Fahrten mit Gespann vorbereiten wollen. Die Besitzerin habe ihm das Tier für diese Zwecke zur Verfügung gestellt.

Die Polizeibeamten stellten bei dem Tier augenscheinlich frische Verletzungen fest und zogen das Veterinäramt hinzu. Es wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

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