Regensburg
Prozess

Mann tötet todkranke Ehefrau mit Heroin - er ist selbst drogenabhängig

Seine Ehefrau war sterbenskrank. Er erlöste sie mit einer Überdosis Heroin. Nun kommt es um Prozess. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 40-Jährigen Totschlag vor und fordert eine Haftstrafe.
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Die Staatsanwaltschaft fordert Haft: Er tötete seine Ehefrau mit einer Überdosis Heroin.m Sie war schwer krank. Symbolfoto: Boris Roessler/dpa
Die Staatsanwaltschaft fordert Haft: Er tötete seine Ehefrau mit einer Überdosis Heroin.m Sie war schwer krank. Symbolfoto: Boris Roessler/dpa

Ein 40 Jahre alter Drogenabhängiger soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für zwei Jahre und drei Monate in Haft, weil er seiner todkranken Lebensgefährtin eine Überdosis Heroin verabreicht haben soll. Die Behörde wirft ihm versuchten Totschlag in einem minderschweren Fall vor. Angeklagt hatte sie ihn wegen Totschlags. Nach Aussage des behandelnden Arztes lag die 27 Jahre alte, dreifache Mutter zum Zeitpunkt der Heroingabe schon im Sterben. Die Verteidiger des Mannes plädierten am Freitag vor dem Landgericht Regensburg auf Freispruch. Das Urteil wird am 26. Juli erwartet.

Regensburg: Totschlag? Mann tötete seine schwerkranke Frau

Der Arzt der krebskranken und ebenfalls drogensüchtigen Frau hatte gesagt, der Mann habe sich über Jahre hinweg liebevoll um sie gekümmert. Der Arzt gab an, das Paar regelmäßig aufgesucht zu haben. Auch an jenem Tag im Mai 2018 war er demnach bei der Kranken. Wenig später soll der Angeklagte ihr den tödlichen Schuss gesetzt haben.

 

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