Recklinghausen
An Bushaltestelle

Auto rast in Menschengruppe vor Bushaltestelle - eine Tote und acht Verletzte

Ein Autofahrer ist in Recklinghausen (NRW) in eine Menschengruppe an einer Bushaltestelle gerast. Dabei gab es ein Todesopfer und bis zu zehn Verletzte. Ein terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen, doch möglicherweise steuerte der Fahrer (32) seinen Wagen bewusst in die Menschenmenge.
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Ein Autofahrer ist in eine Menschengruppe an einer Bushaltestelle gerast. Foto: Marcel Kusch/dpa
Ein Autofahrer ist in eine Menschengruppe an einer Bushaltestelle gerast. Foto: Marcel Kusch/dpa

Ein Autofahrer ist am Donnerstag (20.12.2018) in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) in eine Gruppe wartender Menschen an einer Bushaltestelle gerast.

Eine 88 Jahre alte Frau starb, zehn weitere Menschen wurden teils verletzt. Sechs davon wurden ins Krankenhaus gebracht. Einen terroristischen Akt schließen Ermittler aus, doch es gibt Hinweise darauf, dass der Autofahrer seinen Wagen absichtlich in die Meschengruppe fuhr.

Auto rast in Bushaltestelle: Eine Tote und acht Verletzte

Der 32 Jahre alte Fahrer verletzte sich bei dem Aufprall ebenfalls schwer und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Fünf weitere Verletzte kamen in umliegende Kliniken. Ein Unfallopfer, eine 88-jährige Frau, starb im Krankenhaus. Drei Verletzte wurden am Unfallort behandelt. Die Verletzten waren zwischen 17 und 67 Jahren alt.

Erste Hinweise auf Suizidversuch

Die Ursache für den Unfall blieb zunächst unklar. Erste Hinweise deuteten laut einer Polizeisprecherin aber auf einen Suizidversuch des Fahrers hin. "Dem gehen wir nach", sagte sie. Weitere Unfallursachen seien allerdings nicht auszuschließen.

Nach ersten Informationen der Ermittler war der Mann auf einer Straße in Richtung Innenstadt unterwegs, als er von seiner Fahrbahn abkam und auf die Gegenseite geriet. Dort fuhr er in die an einem Bushäuschen wartende Menge. Laut Feuerwehr war die Haltestelle fast voll gewesen.

Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche sagte der "Bild"-Zeitung: "Das ist ein schreckliches Ereignis. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des verstorbenen Unfallopfers. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl. Natürlich hoffe ich, dass die anderen Verletzten schnell wieder gesund werden."

Verkehrschaos in der Innenstadt

Den Rettungskräften bot sich beim Eintreffen ein unübersichtliches Bild. Unter anderem Mitarbeiter einer benachbarten Kieferorthopädie-Praxis halfen bei der Versorgung der Verletzten. Nach dem Unfall musste die Straße gesperrt werden, woraufhin ein Verkehrschaos um die Recklinghäuser Innenstadt entstand.

Hinweis der Redaktion: Wir berichten für gewöhnlich nicht über Selbstmorde. Eine Ausnahme bilden Fälle von großem öffentlichen Interesse. Bei der Telefonseelsorge erreichen Sie unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Hilfe in schwierigen, möglicherweise ausweglos erscheinenden Situationen. Unter www.frnd.de ("Freunde fürs Leben") finden Sie zudem weitere Informationen und Hilfsangebote.

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