Frankfurt am Main
Großeinsatz

Razzien gegen Schleuserbanden: Durchsuchungen in fünf Bundesländern

In insgesamt fünf Bundesländern durchsucht die Polizei zahlreiche Wohnungen. Im Fokus der Ermittler stehen Schleuserbanden. Ihnen wird vorgeworfen Scheinehen zu arrangieren.
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In insgesamt fünf Bundesländern durchsucht die Polizei zahlreiche Wohnungen. Im Fokus der Ermittler stehen Schleuserbanden. Ihnen wird vorgeworfen Scheinehen zu arrangieren. Symbolbild: Christian Charisius
In insgesamt fünf Bundesländern durchsucht die Polizei zahlreiche Wohnungen. Im Fokus der Ermittler stehen Schleuserbanden. Ihnen wird vorgeworfen Scheinehen zu arrangieren. Symbolbild: Christian Charisius
Razzien in Hessen: Mit einem großen Aufgebot sind Ermittler am Mittwoch in fünf Bundesländern gegen Schleuser vorgegangen - unter anderem auch in Hessen. Insgesamt wurden nach Angaben der Bundespolizei 27 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Neben Hessen gab es Durchsuchungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Der Schwerpunkt des Einsatzes habe im sächsischen Eilenburg und in Hettstedt in Sachsen-Anhalt gelegen, sagte ein Sprecher am Mittwoch (13. Juni 2018). Hunderte Beamte waren im Einsatz.


Bandenmäßig organisierte Scheinehen

Nach Angaben der Polizei gab es weitere Durchsuchungen in Frankfurt/Main, Stuttgart, Leipzig, Chemnitz, Wurzen und Wuppertal. Hintergrund der Durchsuchungen seien Ermittlungen zu bandenmäßig organisierten Scheinehen, sagte der Sprecher.

Den drei Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, mit gefälschten Heiratsurkunden, die in Zypern ausgestellt sein sollen, die Eheschließung von indischen und pakistanischen Staatsangehörigen mit überwiegend osteuropäischen Frauen aus der EU organisiert zu haben. Mit den gefälschten Papieren sollte ein Aufenthalt in Deutschland ermöglicht werden. Die Staatsanwaltschaft Leipzig habe bereits seit dem Frühjahr 2017 in diesem Zusammenhang ermittelt. Dieses Verfahren richtet sich demnach gegen 34 Verdächtige.
Die Durchsuchungen haben nach Angaben des Sprechers am Mittwoch um 7.00 Uhr begonnen. Beweismittel seien beschlagnahmt worden.
dpa