Berlin
Polizeieinsatz

Berlin-Wedding: Haus voller Ratten, Kot und Müll geräumt - 120 Polizisten im Einsatz

Mit weißen Schutzanzügen bekleidet rückten am Morgen dutzende Polizeibeamte in der Kamerunerstraße in Wedding an, um ein Haus zu räumen. Die Wasserbetriebe hatten bereits die Versorgung eingestellt.
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Mit weißen Schutzanzügen bekleidet, rückten am Morgen dutzende Polizeibeamte in der Kamerunerstraße in Wedding an., um ein Haus zu räumen. Die Wasserbetriebe hatten bereits die Versorgung eingestellt.  Foto: Paul Zinken/dpa
Mit weißen Schutzanzügen bekleidet, rückten am Morgen dutzende Polizeibeamte in der Kamerunerstraße in Wedding an., um ein Haus zu räumen. Die Wasserbetriebe hatten bereits die Versorgung eingestellt. Foto: Paul Zinken/dpa
Ekel-Haus in Berlin geräumt: In Berlin haben die Behörden ein verwahrlostes Haus räumen lassen. Die Räumung am Morgen sei "als Maßnahme der Gefahrenabwehr" und insbesondere zum Gesundheitsschutz der Bewohner zwingend erforderlich, sagte der zuständige Bezirksstadtrat Ephraim Gothe.

Gegenüber dem Eigentümer habe der Bezirk Mitte das Gebäude im Stadtteil Wedding für unbewohnbar erklärt. Zuletzt hatten die Berliner Wasserbetriebe die Versorgung des Grundstücks eingestellt.


Mieter sollen Gebäude verlassen

Der Bezirk hatte nach eigenen Angaben seit geraumer Zeit versucht, dringend erforderliche Instandsetzungsmaßnahmen am Gebäude zu bewirken. "Hierbei ist es auch bereits zu umfangreichen Ersatzvornahmen durch die Bau- und Wohnungsaufsicht gekommen", heißt es in einer Mitteilung. Die Maßnahmen hätten "den Gesamtzustand des Grundstückes jedoch nicht wesentlich verbessern" können.

Die Mieter dürfen das Haus nicht weiter nutzen. Sie wurden aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Kurz nach Erteilung des Räumungsbefehls hieß es, im Haus seien 42 Menschen gewesen. Dabei handelt es sich demnach überwiegend um Erwachsene, deren Personalien geprüft werden sollten.
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Zutritt nur in Schutzanzügen

Einsatzkräfte betraten das Haus in der Kameruner Straße aus hygienischen Gründen in weißen Schutzanzügen. Nach der Räumung sollte es eine Bestandsaufnahme im Inneren geben, dann wird das Haus dem Bezirk zufolge unzugänglich gemacht.

Das Haus war in der Vergangenheit immer wieder wegen prekärer Zustände in die Schlagzeilen geraten. Unter anderem stapelte sich Müll im Innenhof, teils fehlten Fenster, auch von Rattenbefall war die Rede.