An der Mecklenburgischen Seenplatte hat die Polizei einen Unfallfahrer gestellt, der nach ersten Messungen mehr als 5,5 Promille Alkohol im Blut hatte. Wie ein Sprecher am Mittwoch sagte, wurde der 42-jährige Fahrer am Dienstagabend nach einem Unfall bei Woldegk gestellt, nachdem er mit seinem Wagen einen Strommast touchiert hatte und weggelaufen war. Polizisten ließen ihn pusten und stellten "größer als 5,5 Promille" als Ergebnis fest.

Die erstaunten Beamten ließen den Mann, der im Landkreis wohnt, nochmals pusten, aber die Anzeige blieb so bestehen. Daraufhin wurde er zu einem Bluttest mitgenommen. Ermittlungen ergaben, dass der Mann auch keinen Führerschein hat. Für viele Menschen kann Alkohol schon in wesentlich geringeren Mengen tödlich sein. Der augenscheinlich betrunkene Mann habe torkelnd noch gehen können und wurde später wieder aus dem Gewahrsam entlassen. Bei seiner 28 Jahre alten Beifahrerin zeigte das Atemalkohol-Messgerät 0,0 Prozent an.

Polizei staunt über hohen Promillewert - und misst lieber nochmal nach

Der Wagen hatte bei einem missglückten Abbiegemanöver unweit von Friedrichshöh einen Strommast gestreift und war im Graben gelandet. Der Strommast habe dem Auto widerstanden und müsse nicht ersetzt werden, hieß es. Der Schaden am Auto wurde auf etwa 2000 Euro geschätzt. Eine Anwohnerin hatte die Polizei auf die Spur des offensichtlich stark betrunkenen Autofahrers gebracht.

Auch bei Negast (Vorpommern-Rügen) sorgte ein alkoholisierter Autofahrer für Aufsehen. Der 72-Jährige fuhr in der Nacht zum Mittwoch auf der B194 in einem Kreisverkehr nach rechts und gegen eine Hauswand. Durch den Aufprall entstanden in der Hausfassade ein "nicht unerhebliches Loch und mehrere Risse". Bei dem Fahrer wurden 0,58 Promille festgestellt. Verletzt wurde niemand. Der Schaden wurde auf rund 17.000 Euro geschätzt, eine Einsturzgefahr beim Haus bestehe aber nicht.

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