Garmisch-Partenkirchen
Sexueller Missbrauch

Nach Vergewaltigung in "Großraum-Taxi": Tatverdächtiger festgenommen

Eine 24-jährige Frau wurde Mitte August in einem Taxi vergewaltigt. Sieben Wochen nach der Tat konnte ein Verdächtiger festgenommen werden.
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Die 24-Jährige war in der Nacht auf Dienstag unterwegs. Sie fuhr alleine mit einem Großraumtaxi. Symbolfoto: Lino Mirgeler/dpa
Die 24-Jährige war in der Nacht auf Dienstag unterwegs. Sie fuhr alleine mit einem Großraumtaxi. Symbolfoto: Lino Mirgeler/dpa

  • Frau in vermeintlichem Großraumtaxi in Bayern vergewaltigt
  • Fahrer vergeht sich an 24-Jähriger
  • Frau kann flüchten
  • Verdächtiger festgenommen

Update, 04.10.2019: Tatverdächtiger festgenommen

Nach der Vergewaltigung einer 24-Jährigen in einem Kleinbus in Garmisch-Partenkirchen wurde ein Tatverdächtiger in Baden-Württemberg festgenommen. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd am Freitag in Rosenheim mit. Der Mann sitze in Untersuchungshaft.

Die junge Frau glaubte damals in ein Großraumtaxi einzusteigen. Der Fahrer verging sich an ihr. Ob sie sich getäuscht hatte oder der Mann vorgegeben hatte, ein Taxifahrer zu sein, ist derzeit noch nicht vollends geklärt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Vermeintlicher Taxifahrer entpuppt sich als Bauarbeiter

Am 2. Oktober konnte auf einer Baustelle in Karlsruhe ein 26-jähriger Bauarbeiter festgenommen werden. Nach forensischen Untersuchungen wurde die Polizei auf den Mann aufmerksam und mit einem Haftbefehl gesucht. Zur Tatzeit hat der Mann als Bauarbeiter im Raum Garmisch gearbeitet.

Der ursprüngliche Verdacht, dass der Täter ein Taxifahrer sei, habe sich nicht bestätigt. Nach dem Vorfall stieg in der Region die Furcht vor Taxifahrten.

Ursprüngliche Meldung:

Frau in Großraumtaxi vergewaltigt: In der Nacht auf Dienstag (13. August 2019) ist es im oberbayerischen Garmisch-Partenkirchen zu einer schrecklichen Tat gekommen. Informationen der Kriminalpolizei zufolge wurde eine 24-jährige Frau in einem Großraumtaxi sexuell missbraucht.

Vergewaltigung in Garmisch-Partenkirchen: Frau kann flüchten

Demnach wollte die Frau am späten Abend nach einem Bierzeltbesuch alleine in einen Großraumtaxi nach Hause fahren, das am Marienplatz parkte. Der Taxifahrer fuhr los und hielt schließlich im Stadtteil Burgrain an. Dort vergewaltigte er sie im Wagen. Die 24-Jährige wurde laut der Polizei leicht verletzt. Sie schaffte es jedoch zu flüchten und rannte zu einem nahe gelegenen Wohnhaus. Dort rief sie um Hilfe. Am nächsten Tag meldete sie den Vorfall der örtlichen Polizei.

Die Behörden bitten die Bevölkerung um Mithilfe und hoffen auf Hinweise von Zeugen. Dazu wurde eine Täterbeschreibung veröffentlicht:

  • circa Ende 20 Jahre alt
  • normale Statur
  • südländischer Typ
  • sehr kurze, braune Haare
  • brauner Drei-Tage-Bart
  • trug weißes T-Shirt und blaue Jeans
  • gepflegtes Erscheinungsbild
Die Polizei hat folgende Fragen:
  • Wer war am späten Montagabend zwischen 23:00 und 00:30 Uhr im Bereich des Taxistandes am Marienplatz oder im Ortsteil Burgrain unterwegs? Wem fiel dabei eine englisch sprechende, blonde junge Frau in einem grünen Dirndl mit weißer Schürze auf? Die junge Frau hielt sich kurz vor dem Einsteigen in das Taxi für ein paar Minuten in dem Lokal Shaka-Burger auf.
  • Wem ist im oben genannten Zeitraum ein Großraum-Taxi aufgefallen, das möglicherweise im Bereich Burgrain etwas länger hielt? Wurden sonst Auffälligkeiten an einem Großraum-Taxi im genannten Bereich festgestellt?
  • Wer kann Angaben zu dem tatverdächtigen Taxifahrer machen? Wer war in dieser Nacht mit einem entsprechenden Taxifahrer unterwegs? Hielt sich dieser zu besagtem Zeitraum im Bereich Marienplatz oder Burgrain auf? Gesucht wird auch eine mehrköpfige Personengruppe, die sich in dieser Nacht im Großraum-Taxi nach Wallgau fahren ließ.
  • Wer kann sonst sachdienliche Angaben in dem Fall machen?
Die Kriminalpolizei nimmt Hinweise unter 08821/9170 entgegen.

Notruf: So holen Sie Hilfe

In Unterfranken hat ein Mann einen neunjährigen Jungen auf dem Schulweg abgefangen und vergewaltigt. Der Täter wurde nun verurteilt. Sein Verteidiger forderte einen Freispruch.