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Kamen
Ermittlungen

Nach Flaschenwurf auf Mädchen (2): Polizei ermittelt Tatverdächtigen aus Partyzug

Nach der schweren Kopfverletzung einer Zweijährigen durch eine geworfene Whiskyflasche am Bahnhof im westfälischen Kamen hat die Polizei nun einen Tatverdächtigen ermittelt.
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Ein Zug steht auf dem Bahnhof in Greven, nachdem er dort von der Polizei gestoppt wurde. Am Bahnhof in Kamen hatte zuvor eine aus dem Zug geworfenen Flasche ein zweijähriges Mädchen am Kopf getroffen und das Kind lebensgefährlich verletzt. In dem Fall hat die Polizei nun einen Tatverdächtigen vernommen. Foto: Günter Benning/dpa
Ein Zug steht auf dem Bahnhof in Greven, nachdem er dort von der Polizei gestoppt wurde. Am Bahnhof in Kamen hatte zuvor eine aus dem Zug geworfenen Flasche ein zweijähriges Mädchen am Kopf getroffen und das Kind lebensgefährlich verletzt. In dem Fall hat die Polizei nun einen Tatverdächtigen vernommen. Foto: Günter Benning/dpa

Update, 04.11.2019: Verdächtiger ermittelt

Nach der schweren Kopfverletzung einer Zweijährigen durch eine umherfliegende Whiskyflasche am Bahnhof im westfälischen Kamen ist laut Polizei ein Tatverdächtiger ermittelt worden. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Wie die Polizei Dortmund am Sonntagabend (03. November 2019) mitteilte, wurde im Zuge von Zeugenbefragungen ein 31-Jähriger aus dem Partyzug ermittelt, aus dem die Flasche geworfen worden sein soll. Der Mann sei nach einer Vernehmung entlassen worden. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montagmittag mitteilte, spricht der mutmaßliche Verursacher von einem Versehen. Laut Polizei sagte der 31-Jährige, die Flasche habe im Zugabteil nahe am Fenster gestanden und sei hinaus geflogen, als er mit einem danebenliegenden Koffer hantierte, teilten die Ermittler am Montag mit. Die Polizei schaltete einen Gutachter ein, um zu überprüfen, ob der vom Tatverdächtigen angegebene Ablauf stimmen kann. Der aus Moers stammende Mann hatte sich auf der Rückfahrt nach erneuten Ermittlungen der Polizei in dem Zug als Verantwortlicher zu erkennen gegeben.

Ein kleines Mädchen war am späten Freitagvormittag plötzlich von einer Flasche getroffen worden, als der Vater mit dem Kleinkind auf dem Arm die Treppen zum Bahnsteig hinaufging. Das Kleinkind ist nach einer OP außer Lebensgefahr. Die Flasche flog nach ersten Erkenntnissen der Polizei aus einem Partyzug, der gerade den Bahnhof in Kamen durchfahren hatte. An Bord des Partyzugs, der am Freitag in Köln mit rund 500 Personen gestartet und Norddeich Mole als Ziel gehabt habe, sind nach Angaben des Veranstalters verschiedene einzelne Gruppen gewesen.

Update, 02.11.2019: Mädchen außer Lebensgefahr

Das zweijährige Mädchen, das am Bahnhof im westfälischen Kamen von einer Flasche am Kopf getroffen wurde, schwebt nach Polizeiangaben nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Der Zustand des Kindes sei nach einer Operation stabil, sagte ein Sprecher der Polizei Dortmund am Samstagvormittag der Deutschen Presse-Agentur.

Der Vater des Kindes war mit dem Mädchen auf dem Arm am Freitagmorgen (1. November 2019) die Treppe zu einem Gleis im Bahnhof Kamen hinaufgestiegen. Unvermittelt flog dann nach ersten Erkenntnissen der Polizei aus einem durchfahrenden Zug eine Flasche. Sie traf das Kind am Kopf, es wurde lebensgefährlich verletzt. Zunächst fuhr der Zug noch weiter in Richtung Hamm. Er wurde dann am Bahnhof in Greven gestoppt. Polizisten nahmen die Personalien der Fahrgäste auf.

Erstmeldung, 01.11.2019: Zweijähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt

Ein zweijähriges Mädchen ist am Bahnhof von Kamen (Nordrhein-Westfalen) von einer Flasche am Kopf getroffen und lebensgefährlich verletzt worden. Der Vater sei mit dem Mädchen auf dem Arm am Freitagmorgen die Treppe zum Gleis hinaufgestiegen, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen sei aus einem durchfahrenden Zug eine Flasche geflogen. Es bestehe akute Lebensgefahr für das Mädchen.

Offen sei, ob die Flasche aus dem Zug gefallen sei oder geworfen wurde, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei in Dortmund führte gemeinsam mit der Bundespolizei Befragungen sowie eine Spurensuche im Zug durch. Zuerst hatte der Hellweger Anzeiger über den Vorfall berichtet. Demnach soll der durchfahrende Zug ein sogenannter Partyzug gewesen sein.

Auch interessant: Am Bahnhof Bamberg kam es vor wenigen Tagen zu einem Messerangriff: Zwei bislang unbekannte Täter fügten drei jungen Männern aus Unterfranken Stichverletzungen am Oberkörper zu. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.