München
Vergewaltigung

Mädchen (11) brutal in Park vergewaltigt: Verdächtiger festgenommen - Wolfsmaske im Müll gefunden

In München wurde Ende Juni eine Elfjährige vergewaltigt: Der mit einer Wolfsmaske maskierte Täter fiel in einer Parkanlage über das Mädchen her. Der mutmaßliche Vergewaltiger hat die Vorwürfe inzwischen eingeräumt. Alle Details zu dem schockierenden Fall im Überblick.
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Der mutmaßliche Vergewaltiger von München war mit einer Wolfsmaske getarnt. Die Polizei hat nun neue Details zu dem Fall. Foto: Wera Engelhardt/dpa
Der mutmaßliche Vergewaltiger von München war mit einer Wolfsmaske getarnt. Die Polizei hat nun neue Details zu dem Fall. Foto: Wera Engelhardt/dpa

  • Elfjähriges Mädchen in München (Bayern) vergewaltigt
  • Mann trug bei Tat Wolfsmaske
  • Nun wurde ein Tatverdächtiger gefasst
  • Der Tatverdächtige ist wieder in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik
  • Mutmaßlicher Vergewaltiger gesteht Tat
  • Alle Informationen im Überblick

Update 09.07.2019: Wolfsmasken-Vergewaltiger gesteht die Tat

Nach der Vergewaltigung einer Elfjährigen in München hat der mutmaßlich mit einer Wolfsmaske getarnte Täter die Vorwürfe eingeräumt. "Man kann das als Geständnis werten", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I am Dienstag. Details wollte sie allerdings zunächst keine nennen. Der Anwalt des Verdächtigen wollte überhaupt keine Stellungnahme dazu abgeben. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Der 42-jährige Deutsche soll Ende Juni das elfjährige Mädchen im Stadtteil Obergiesing in ein Gebüsch gezerrt und vergewaltigt haben. Die Polizei nahm den Mann fest, der wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestraft ist. Er kam in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik. Vergangene Woche hatten die Ermittler die Wolfsmaske in einem Abfallcontainer in der Nähe des Wohnortes des Mannes gefunden. Der Verdächtige hatte sie auf die Spur gebracht.

Update 04.07.2019: Wolfsmaske von mutmaßlichem Vergewaltiger im Müll gefunden

Nach der Vergewaltigung einer Elfjährigen in München haben die Ermittler die Wolfsmaske gefunden, die der Verdächtige bei der Tat getragen haben soll. Der 42-Jährige habe über seinen Anwalt erklärt, die Maske in einen Abfallcontainer in der Nähe seines Wohnortes gelegt zu haben, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, Anne Leiding, am Donnerstag, 4. Juli 2019.

Am Dienstag leerten Polizisten den Container aus und fanden die Maske zwischen dem Müll. Die Maske sehe aber etwas anders aus als das von der Polizei zunächst veröffentlichte Bild, sagte Leiding. Zu den Vorwürfen habe sich der mutmaßliche Täter aber noch nicht geäußert.

Update 28.06.19: Tatverdächtiger wieder in Psychiatrie

Der 43 Jahre alte Tatverdächtige befindet sich wieder in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik. Ein Richter erließ am Freitag Haftbefehl unter anderem wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern gegen den Mann. Der Deutsche kam nach Angaben der Staatsanwaltschaft München I zurück in eine Psychiatrie bei München. Die Behörden müssen jetzt überprüfen, ob es bei der Lockerung im Vollzug des vorbestraften Verdächtigen Fehler gegeben hat.

Update 27.06.2019: Ermittler nennen Details zu Vergewaltigung in München

Der Täter ist offenbar gefasst: Bei dem festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich um einen Mann aus München. Der 43-Jährige wurde an seiner Arbeitsstelle festgenommen. Das teilten die Ermittler auf einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag mit. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs, Vergewaltigung und Nötigung erlassen.

Den entscheidenden Hinweis auf den 43-Jährigen lieferte seine DNA, am Körper der Elfjährigen. Der Festgenommene hat bereits acht Voreintragungen, wovon sieben einschlägig sind, so die zuständige Staatsanwaltschaft. Er wurde bereits verurteilt: Nötigung, versuchte Nötigung, versuchte sexuelle Nötigung, sexueller Missbrauch von Kindern in insgesamt 17 Fällen stehen zu Buche. Ein Gericht verurteilte ihn damals zu einer Strafe von vier Jahren und elf Monaten.

Unter anderem berichten die Ermittler, dass Zeugen die Vergewaltigung bemerkt haben: Sie hätten allerdings nicht erkannt, dass es sich um eine Vergewaltigung gehandelt habe,wie Ignaz Raab, Leiter des Kommissariats 15 mitteilt. Raab ergänzt, dass der Täter das elfjährige Mädchen im Gebüsch zu Boden gedrückt habe.

Update 27.06.2019: Schneller Fahndungserfolg - Verdächtiger festgenommen

Im Fall der nach Polizeiangaben von einem Mann mit Wolfsmaske vergewaltigten Elfjährigen in München hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Das sagte Sprecher Marcus da Gloria Martins am Donnerstag zur Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben der Beamten war das Mädchen am Dienstag im Münchner Stadtteil Obergiesing von einem maskierten Mann überfallen, in ein Gebüsch gezogen und schwer sexuell missbraucht worden. Details wollte die Polizei am Nachmittag bekanntgeben.

Nach Aussage des Opfers hatte der Mann während der Tat neben der Maske auch Latexhandschuhe getragen, hatte die Polizei am Mittwoch weiter mitgeteilt. Er habe dem Mädchen und dessen Familie nach dem Überfall mit dem Tod gedroht, sollte sie jemandem von dem Vorfall erzählen. Das Mädchen sei dabei körperlich leicht verletzt worden. Die Beamten hegten keine Zweifel daran, dass die Schilderungen des Opfers zutreffend sind.

Die Ermittlungsgruppe "Wolf" aus 25 Polizisten fahndete nach dem Täter. Gleichzeitig gingen nach Angaben eines Polizeisprechers vom Donnerstag zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung bei der Behörde ein. An Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in dem Gebiet seien Polizisten präsent, sagte der Sprecher. Landläufig werde eine Tat wie die in Obergiesing als Vergewaltigung bezeichnet, hatte da Gloria Martins am Mittwoch erklärt. Juristisch handele es sich wegen des jungen Alters des Opfers um einen Fall schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Um 15 Uhr am Donnerstagnachmittag äußern sich die Ermittler auf einer Pressekonferenz in München.

Erstmeldung: Vergewaltigung in München

Mann vergewaltigt Mädchen (11) in München: Am Montagnachmittag (25. Juni 2019) wurde in der bayerischen Landeshauptstadt München ein elfjähriges Mädchen brutal in einem Park vergewaltigt. Der Täter missbrauchte die Elfjährige gegen 16.30 Uhr in der Parkanlage an der "Ansiedlung": Der Unbekannte stand plötzlich hinter ihr, drückte sie brutal zu Boden, verdeckte ihr Gesicht mit einer Jacke und vergewaltigte sie. Wie die örtliche Polizei berichtet, soll der Mann anschließend gedroht haben, das Mädchen und ihre Familie umzubringen, falls sie Hilfe hole. "Ich weiß, wo du wohnst" wird der Täter von Seiten der Polizei zitiert.

Vergewaltigung in München schockiert: Täter mit Wolfsmaske auf der Flucht

Die Elfjährige erzählte ihrer Mutter davon. Umgehend wurde die Polizei in München alarmiert. Seitdem wird nach dem unbekannten Mann gefahndet. Die Polizei beschreibt ihn wie folgt:

  • männlich
  • circa 185 cm groß
  • trug bei der Tat eine "wolfsähnliche Maske"
  • seiner Stimme zufolge, mittleren Alters
  • braune Haare unter der Maske
  • trug ein graues T-Shirt, eine dunkle Hose und dunkle Sneakers
  • trug Latexhandschuhe
  • sprach akzentfreies Deutsch
Der Tatort liegt in der Nähe einer Grundschule. Eine Sonderkommission ermittelt in diesem Fall.
Die Elfjährige befindet sich in psychiatrischer Behandlung. Sie ist von der Vergewaltigung traumatisiert. Aktuell ist unklar, ob sie (11) ein zufälliges Opfer war oder ob die Tat geplant war. Die Polizei untersucht DNA-Spuren an der Kleidung der Elfjährigen und hofft auf weitere Erkenntnisse.

Video: So setzen Sie einen Notruf richtig ab

Zuletzt gab es einen ähnlich schockierenden Fall. In Dresden hat ein Mann zwei Mädchen (1 und 4 Jahre alt) vergewaltigt. Die Mutter der Kinder schickte ihm Nacktbilder der Mädchen.