Viersen
Tötung

Messer-Attacke in Viersen: Von 17–Jährigem Ex-Freund ermordert - 15-Jährige am hellichten Tag niedergestochen

Mitten am Tag in einem öffentlichen Park. Ein 15-jähriges Mädchen ist Opfer einer brutalen Messer-Attacke geworden. Ein 17-jähriger Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft.
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Polizisten der Spurensicherung stehen nahe des Tatort eines Messerangriffs, bei dem ein 15-jähriges Mädchen getötet wurde. Foto: David Young/dpa
Polizisten der Spurensicherung stehen nahe des Tatort eines Messerangriffs, bei dem ein 15-jähriges Mädchen getötet wurde. Foto: David Young/dpa
Zwei Tage nach der tödlichen Messerattacke auf eine 15-Jährige in Viersen ist gegen einen Jugendlichen Haftbefehl wegen Mordverdachts ergangen. Der 17-Jährige sei dringend tatverdächtig, das Mädchen in einem Park im niederrheinischen Viersen verletzt und getötet zu haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit.

Der mutmaßliche Mörder eines Mädchens in Viersen ist der Ex-Freund des 15 Jahre alten Opfers gewesen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Mönchengladbach mit. Das Mädchen rumänischer Herkunft habe sich vor der Tat von ihrem Freund getrennt. Der 17-jährige Ex-Freund habe ihr im Park aufgelauert und mit dem Messer sechsmal zugestochen. Das Mädchen starb im Krankenhaus. Der Bulgare stellte sich einen Tag nach der Tat bei der Polizei. Bisher machte er aber keine Angaben zum Vorwurf.

Der Beschuldigte kam auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Zunächst äußerte er sich den Angaben zu Folge nicht zur Tat. Der Bulgare hatte sich am Montag in Begleitung seiner Anwältin in einer Polizeiwache gestellt.


Was ist passiert?

Ein 15-jähriges Mädchen ist im niederrheinischen Viersen Opfer eines tödlichen Messerangriffes geworden. Die Bluttat ereignete sich am helllichten Tag am Montagmittag in einem Park der 75 000-Einwohner-Stadt. Bei der groß angelegten Fahndung nach dem Täter flüchtete ein junger Mann vor einer Polizeikontrolle, teilten die Ermittler mit.

Nun wurde ein 17-Jähriger festgenommen. Nach Angaben der Ermittler wird der Jugendliche aus Viersen dringend verdächtigt, die 15-Jährige am Montag in einem Park der niederrheinischen Stadt erstochen zu haben. Der gebürtige Bulgare aus Viersen habe sich auf einer Wache in Begleitung seiner Rechtsanwältin gestellt, teilte die Polizei am Dienstag weiter mit.

Die Ermittler scheinen sich sicher, den mutmaßlichen Täter gefasst zu haben. Der 17-Jährige und das Opfer hätten sich gekannt. Unklar ist aber bislang, ob sie befreundet waren. Dies sei Bestandteil der Ermittlungen, sagte eine Polizeisprecherin. "Jetzt wird abgeklärt, ob er etwas sagen will", sagte sie.


Zunächst verdächtiger 25-Jähriger wieder auf freiem Fuß

Zuvor war ein 25-Jähriger auf freien Fuß gesetzt worden, der zunächst als Verdächtiger gegolten hatte. Dieser Verdacht habe sich nicht erhärtet, sagte eine Polizeisprecherin. "Der hatte aus einem völlig anderen Grund Angst vor der Kontrolle und ist deswegen laufen gegangen." Der 25-jährige Mann war bei einer Polizeikontrolle am Montag geflüchtet, er hatte sich dann aber gestellt.


Erinnerungen an den Fall Susanna

In den vergangenen Monaten sind in Deutschland mehrere jugendliche Mädchen nach Gewaltverbrechen gestorben. So war erst am Wochenende der Tatverdächtige im Fall der getöteten 14-jährigen Susanna, Ali B., im Irak festgenommen worden. Der Flüchtling steht im Verdacht, das Mädchen aus Mainz vergewaltigt und umgebracht zu haben.

Bundesweit Aufmerksamkeit hatte im Dezember 2017 auch der Fall einer 15-Jährigen aus Kandel in Rheinland-Pfalz auf sich gezogen, die in einem Drogeriemarkt erstochen wurde. Am 18. Juni beginnt der Mordprozess gegen den angeblich gleichaltrigen Ex-Freund aus Afghanistan nach Jugendstrafrecht. Der Fall hatte eine Debatte über die Altersfeststellung von Flüchtlingen ausgelöst.


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