Emmerich am Rhein
Massenschlägerei

Massenschlägerei auf Schulhof: 20 Menschen prügeln aufeinander ein - 19-Jähriger mit Beil attackiert

In Nordrhein-Westfalen hat sich vor einem Gymnasium eine Massenprügelei ereignet, bei der sechs Menschen Verletzungen davontrugen. Mehr als 30 Polizisten waren im Einsatz.
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Im Zusammenhang mit einem gewalttätigen Konflikt auf einem Schulgelände in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei mehrere gefährliche Gegenstände sichergestellt - darunter ein Beil, eine Stahlrute und einen Baseballschläger. Symbolfoto: Antonio/Adobe Stock
Im Zusammenhang mit einem gewalttätigen Konflikt auf einem Schulgelände in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei mehrere gefährliche Gegenstände sichergestellt - darunter ein Beil, eine Stahlrute und einen Baseballschläger. Symbolfoto: Antonio/Adobe Stock

Im nordrhein-westfälischen Emmerich am Rhein hat sich am Montag (2. Dezember 2019) vor einem Gymnasium eine Prügelei ereignet, bei der sechs Menschen Verletzungen davontrugen. Dies teilte die Polizei mit.

Mit Stöcken und Schlagwerkzeugen: 20 Menschen prügeln aufeinander ein

Demnach kam es am Montag gegen 20.50 Uhr auf dem Schulhof des Willibrord-Gymnasiums in Emmerich (Landkreis Kleve) zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen männlichen Angehörigen zweier Familien. Unter Verwendung von Stöcken und anderen Schlagwerkzeugen schlugen hierbei bis zu 20 Menschen aufeinander ein.

Es wurden dabei insgesamt sechs Personen verletzt. Neben fünf Leichtverletzten wurde ein Mensch schwer, jedoch nicht lebensgefährlich, verletzt.

Nachdem die verständigte Polizei die Beteiligten getrennt hatte, wurden vier Tatverdächtige im Alter zwischen 25 und 47 Jahren vorläufig festgenommen. Neben dem Rettungsdienst befanden sich über 30 Polizeibeamte im Einsatz.

Nach Trennung: 19-Jähriger mit Beil attackiert

Laut Polizeimitteilung soll der Auslöser des Konflikts die nicht akzeptierte Trennung zweier junger Erwachsener der beiden kurdisch-jesidischen Familien sein. Drei der Festgenommenen waren auf den 19-jährigen Ex-Freund ihrer weiblichen Familienangehörigen getroffen und traktierten daraufhin das Opfer, wobei auch ein Beil Verwendung fand. Durch zufällig anwesende Zeugen sowie alarmierte Familienmitglieder wuchs die Anzahl der Personen vor Ort auf zeitweise 20 an.

Bei den Versuchen, weitere Tathandlungen zu schlichten beziehungsweise den Angriff abzuwehren, wurden weitere zwei Personen verletzt. Der 19-Jährige musste im Krankenhaus behandelt werden. Die anderen beiden Verletzten wurden nach ambulanter Versorgung entlassen.

Beil, Totschläger, Holzknüppel - Polizei stellt Gegenstände sicher

Um eine weitere Eskalation im Keim zu ersticken, setzte die Polizei Kleve mehrere Streifenwagen ein. Zudem erhielten die Einsatzkräfte durch Beamte der Bundespolizei und anderen Polizeibehörden Unterstützung.

Im Zusammenhang mit der tätlichen Auseinandersetzung stellten die Ermittler mehrere gefährliche Gegenstände sicher - darunter ein Beil, eine Stahlrute (Totschläger), einen Baseballschläger, ein Radmutternschlüssel sowie ein Holzknüppel. Dabei konnte den vermeintlichen Angreifern ein Fahrzeug in Tatortnähe zugeordnet werden, das ebenfalls sichergestellt wurde. Hinweise deuteten darauf hin, dass sich die genannten Gegenstände in dem Fahrzeug befunden haben.

Die Ermittlungen in dem Fall dauern gegenwärtig noch an.