Dresden
Sexueller Missbrauch

Mann missbraucht und vergewaltigt zwei Mädchen (1 und 4) - Mutter schickte Nacktbilder

Wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung von kleinen Kindern ist ein 35-Jähriger aus Mecklenburg-Vorpommern verurteilt worden. "Wir sehen eine allgemeine Gefährlichkeit", sagte der Vorsitzende der Jugendschutzkammer.
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Weil er mindestens zwei kleine Mädchen sexuell missbrauchte und vergewaltigte, muss ein 35-Jähriger jetzt ins Gefängnis. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa
Weil er mindestens zwei kleine Mädchen sexuell missbrauchte und vergewaltigte, muss ein 35-Jähriger jetzt ins Gefängnis. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Wegen sexuellen Missbrauchs von zwei kleinen Mädchen hat das Landgericht Dresden einen vorbestraften Mann aus Mecklenburg-Vorpommern zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem wurde gegen ihn Sicherungsverwahrung angeordnet. "Wir sehen eine allgemeine Gefährlichkeit", begründete der Vorsitzende der Jugendschutzkammer, Andreas Ziegel, am Freitag die Entscheidung.

Der 35-jährige Angeklagte wurde wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit Vergewaltigung und Körperverletzung verurteilt. Weder das Alter der Kinder noch Gegenwehr hätten ihn davon abgehalten, eine Ein- und eine Vierjährige zu missbrauchen und zu vergewaltigen. Gegen deren mitangeklagte 31 Jahre alte Mutter verhängte die Kammer eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Mann suchte gezielt nach Müttern mit kleinen Töchtern

Der Mann aus Malchow hat in einer Internet-Dating-Plattform gezielt nach Single-Müttern mit kleinen Töchtern gesucht. Ab Sommer 2018 chattete Daniel P. mit der Dresdnerin Christin I. Dabei habe er sexuelle Fantasien geäußert, die sich auf deren jüngere Tochter bezogen, sagte Ziegel. Sie habe dem Fremden kinderpornografische Nacktfotos von der Anderthalbjährigen geschickt. Der Mann, der sich als Lkw-Fahrer und mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielt, versprach Wohlstand, Ehe und ein sorgenfreies Leben.

Verurteilt wurde P. auch wegen zweifachen sexuellen Missbrauchs einer Siebenjährigen aus Chemnitz. Deren Mutter hatte sofort die Reißleine gezogen, als sie erfuhr, dass er ihre Tochter unsittlich angefasst hat. P. war per Haftbefehl gesucht und Ende Oktober 2018 in einer Wohnung in Malchow gefasst worden. Der Fall hatte für Aufregung gesorgt, weil das Amtsgericht Waren ihn erst im September wegen Kindesmissbrauchs zu einer Haftstrafe verurteilt hatte, die aber noch nicht rechtskräftig ist. red/dpa