Mittenwald
Rettungseinsatz

Leichenfund in Bayern: Bergsteiger (83) stürzt über Hundert Meter in den Tod - Gruppe findet Stöcke und Kappe

In den bayerischen Alpen ist am Wochenanfang ein erfahrener Bergsteiger abgestürzt. Seine Wandergruppe verlor ihn aus den Augen und fand schließlich seine Bergstöcke und seine Kappe.
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In den bayerischen Alpen ist am Wochenanfang ein erfahrener Bergsteiger abgestürzt. Seine Wandergruppe verlor ihn aus den Augen und fand schließlich seine Bergstöcke und seine Kappe.  Symbolbild: pixabay.com / Pexels
In den bayerischen Alpen ist am Wochenanfang ein erfahrener Bergsteiger abgestürzt. Seine Wandergruppe verlor ihn aus den Augen und fand schließlich seine Bergstöcke und seine Kappe. Symbolbild: pixabay.com / Pexels
Erfahrener Bergsteiger stürzt ab: Die Bergtour einer Wandergruppe aus Nordrhein-Westfalen endete am Montag (9. Juli 2018) in einer Tragödie. Ein 83-jähriger Bergsteiger der Gruppe stürzte bei Mittenwald 150 Meter in die Tiefe und kam dabei ums Leben.

Das Unglück ereignete sich unterhalb der Mittenwalder Hochland-Hütte, die auf 1623 Meter liegt. Auf einem Steig durch den Rehbergwald, ein Gebiet das unter Einheimischen als gefährlich bekannt ist, eilte der 83-Jährige seinen Begleitern 40 Meter voraus. Zunächst bemerkte dies keiner seiner Begleiter. Die Bergsteiger fanden lediglich seine Bergstöcke und eine Kappe. Die Gruppe dachte zunächst der Senior sei bereits ins Tal abgestiegen. Als auch dort kein Lebenszeichen von ihm zu vernehmen war, alarmierte die Gruppe gegen 16 Uhr die örtliche Polizei.


Schädelfraktur behindert schnelle Bergung

Da die Gruppe die Stöcke und die Kappe des 83-Jährigen mitgenommen hatten, wurde die Suche der Behörden nach der Absturzstelle zusätzlich erschwert.


Schließlich entdeckte ein ADAC-Hubschrauber den abgestürzten Mann in einem Wald- und Wiesengelände. Laut Polizei stürzte er rund 150 Meter eine Waldschneise hinab. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des 83-Jährigen feststellen. Durch eine offene Schädelfraktur war es den Rettungskräften nicht möglich die Leiche direkt im Hubschrauber zu bergen. Sie musste den Leichnam zunächst zu einer Waldlichtung tragen.

Die hinterbliebene Gruppe wurde im Tal psychologisch durch ein Kriseninterventionsteam betreut. Der Einsatz war gegen 22.15 Uhr beendet.