Landstuhl
Tödlicher Raubüberfall

Familienvater tötet Einbrecher mit Küchenmesser – Polizei sucht nach den Komplizen

Vier Männer verschaffen sich gewaltsam Zutritt zu einem Haus, doch der versuchte Raubüberfall endet dramatisch: Denn die Familie ist während des Einbruchs zu Hause. Der Familienvater verletzt einen der Täter mit einem Küchenmesser tödlich. Die Polizei jagt nun die Komplizen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein dreifacher Familienvater hat in Landstuhl vier Einbrecher abgewehrt und einen von ihnen mit dem Messer getötet. Symbolfoto: Tobias Hase/dpa
Ein dreifacher Familienvater hat in Landstuhl vier Einbrecher abgewehrt und einen von ihnen mit dem Messer getötet. Symbolfoto: Tobias Hase/dpa

Bei einem versuchten Raubüberfall auf eine Familie in Landstuhl in Rheinland-Pfalz hat der Vater einen der Täter getötet. Der Familienvater habe mit einem Küchenmesser mehrfach auf den 43-Jährigen eingestochen, als dieser am Sonntagabend mit drei weiteren Tätern in das Haus der Familie eindringen wollte, teilte die Staatsanwaltschaft in Zweibrücken am Dienstag mit. Zwei Männer sind noch auf der Flucht. Die Polizei sucht nach den Komplizen.

Landstuhl: Die Täter wollten Hilfe holen

Nach kurzer Flucht mit seinen Komplizen in einem Fahrzeug war der verletzte Mann im Ort Krickenbach auf einem Gehweg an seinen Verletzungen gestorben. Seine Mittäter hätten ihn dort abgelegt und zurückgelassen, als sie erkannten, wie schwer der 43-Jährige verletzt worden war. Laut Staatsanwaltschaft wollten sie ärztliche Hilfe holen: Einer der Mittäter, der Bruder des Getöteten, bat einen Zeugen, einen Notruf abzusetzen. Die anderen beiden Täter seien unerkannt geflüchtet.

Der Bruder des Toten wurde verhaftet

Der 51 Jahre alte Bruder des Toten wurde festgenommen. Bereits am Montag erging Haftbefehl gegen ihn wegen gemeinschaftlichen versuchten Raubes. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hatte das Quartett am Sonntagabend an der Haustür der amerikanischen Familie geklingelt und beim Öffnen versucht, den 41 Jahre alten Vater ins Haus zurückzudrängen, um sich Zutritt zu verschaffen.

Die Polizei sucht weiterhin nach den zwei Komplizen, die an dem Raubüberfall beteiligt waren. Die Sonderkommission arbeite auf Hochtouren sagte ein Polizeisprecher gegenüber Focus Online.

Vater muss sich vor Gericht verantworten

Der 41 Jahre alte Familienvater und seine Ehefrau erlitten bei dem Angriff leichte Verletzungen, die drei Kinder im Haus blieben unverletzt.

Vater ersticht Einbrecher: War es Notwehr?

Gegen den Vater - einen Zivilangehörigen der US-Armee - wurde ein Verfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge eingeleitet. Dabei werde geprüft, ob er in Notwehr gehandelt habe. Die Ermittlungen der Sonderkommission zur Identifizierung der beiden anderen Täter liefen weiter.