Landshut
Dienstwaffe entrissen

Landshut: Asylbewerber wehrt sich gegen Abschiebung und will auf Polizisten schießen

Im Landratsamt Landshut hat ein Asylbewerber Widerstand gegen seine Abschiebung und Festnahme geleistet und einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen. Schüsse fallen keine. Dennoch gibt es Verletzte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Im Landratsamt Landshut hat ein Asylbewerber Widerstand gegen seine Abschiebung geleistet und einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen. Symbolfoto: Matthias Hoch
Im Landratsamt Landshut hat ein Asylbewerber Widerstand gegen seine Abschiebung geleistet und einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen. Symbolfoto: Matthias Hoch
Alarm im Landratsamt in Landshut: Am Dienstagmittag (12.06.2018) ist es zu einem Polizeieinsatz im Landratsamt gekommen. Ein 30-jähriger Asylbewerber leistete bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand und verletzte drei Polizeibeamte.


Was war passiert?

Der 30-Jährige aus Nigeria sollte abgeschoben werden - wehrte sich aber gegen seine Festnahme. Unvermittelt attackierte er drei Polizeibeamte. Er entriss einem Beamten seine Dienstwaffe und zielte mit der Waffe auf die Polizisten. Es gelang ihm jedoch nicht, einen Schuss abzugeben. Bei einem erneuten Versuch, auf den Beamten zu schießen, gelang es den beiden anderen Polizeibeamten dem Mann die Waffe wieder zu entreißen.


Drei Polizeibeamte verletzt

Beim Versuch den Mann festzunehmen, stach dieser noch mit einem spitzen Gegenstand auf einen der Beamten ein und verletzte ihn leicht. Ein weiterer Beamter wurde bei der Widerstandshandlung ebenfalls leicht verletzt. Erst durch den gezielten Einsatz von Pfefferspray gelang es den Beamten, den Nigerianer zu überwältigen und festzunehmen. Alle drei Beamte sind derzeit nicht mehr dienstfähig.

Nachdem der Tatverdächtige über Schmerzen aufgrund der Festnahme klagte, wurde er vorsorglich in eine Klinik gebracht. Die ärztlichen Untersuchen ergaben indes laut Polizei keine Hinweise auf Verletzungen.
Die Kriminalpolizeiinspektion Landshut ermittelt nun in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Bis zur Entscheidung über die Haftfrage befindet sich der Nigerianer in Polizeigewahrsam.