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Volkmarsen
Polizeieinsatz

Auto rast in Faschingsumzug: 52 Verletzte - Gaffervideo sorgt für Aufregung

Am Rosenmontag ist es in Hessen zu einem Drama gekommen. Ein Auto ist in eine Menschenmenge gerast. Laut Medienberichten handelte es sich um eine "Amokfahrt", das Motiv ist weiter unklar. Die Zahl der Opfer ist aber weiter angestiegen.
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  • Im hessischen Volkmarsen ist am Montag ein Auto in eine Menschenmenge gerast
  • Mehr als 50 Menschen wurden verletzt
  • Motiv des mutmaßlichen Täters weiterhin unklar
  • Alle Informationen kompakt im Live-Ticker

Update am 27.02.2020, 16.00 Uhr: Zahl der Verletzten steigt weiter

Drei Tage nach der Gewalttat im nordhessischen Volkmarsen hat sich die Zahl der Opfer erneut erhöht. "Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gehen wir von 76 - teils auch schwer - verletzten Personen aus", sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag. Ein Auto war am Rosenmontag in eine Menschenmenge gefahren. Der Fahrer, ein 29-jähriger Deutscher, soll es absichtlich dorthin gesteuert haben. Er sitzt wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

"Wir haben die Problematik, dass sich Opfer durch den ersten Schock nach Straftaten nicht sofort an die Polizei wenden", erklärte der Sprecher. Die Ermittler hatten dazu aufgerufen, dass sich auch Verletzte melden, die nicht in Kliniken behandelt wurden. Deswegen hatte sich die Opferzahl immer wieder erhöht. Zuletzt war von über 60 Personen, darunter 20 Kinder, die Rede gewesen. Zum gesundheitlichen Zustand einzelner Opfer und wie viele die Kliniken bereits verlassen haben, könne man keine Angaben machen, so der Sprecher.

Unklar bleibt weiter das Tatmotiv. "Die Ermittlungen, insbesondere zur Tatmotivation dauern an und werden weiterhin mit Hochdruck geführt", sagte der Sprecher. Man mache zu den Ermittlungen generell keine Wasserstandsmeldungen. Am Donnerstag eröffnete die Polizei eine Anlauf- und Betreuungsstelle für Opfer und Zeugen bei der Polizeistation in Bad Arolsen. Opferschutzberater sollten dort als Ansprechpartner bereitstehen.

Update am 26.02.2020, 16.30 Uhr: War es eine Amokfahrt? Ermittlungen laufen

Auf der Suche nach dem Motiv des 29-jährigen, der beim Rosenmontagszug im nordhessischen Volkmarsen absichtlich in eine Menschenmenge gefahren sein soll, untersuchen die Ermittler Umfeld und Vorleben. "Wir fokussieren uns auf Motiv und Auslöser der Tat", sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. "Es ist ein Stück weit ein Puzzle." Auch Datenträger würden ausgewertet. "Wenn harte Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir uns äußern". Zwischenstände zu Ermittlungsabschnitten solle es aber nicht geben, auch weil neue Erkenntnisse dann immer die Bewertung ändern könnten.

Ermittelt wird in alle Richtungen. Dabei schließe man auch einen politischen Hintergrund nicht aus, hieß es weiter. Zuvor hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass die Ermittler derzeit von einer Art Amokfahrt ausgehen. Die Frankfurter Rundschau nennt die Tat eine "Amokfahrt" und bezieht sich auf Informationen der Polizei.

Ein 29-jähriger Deutscher aus Volkmarsen war nach den bisherigen  Ermittlungen am Rosenmontag in eine Menschenmenge gefahren. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, darunter auch 20 Kinder. Zu Medienberichten, dass Zeugen versucht hätten, in das Auto zu gelangen und den Zündschlüssel abzuziehen, äußerte sich die Staatsanwaltschaft nicht.

Man werfe dem mutmaßlichen Täter, einem 29-jährigen Deutschen aus Volkmarsen vor, "dass er sein Fahrzeug bewusst in die Menschenmenge steuerte, um Menschen zu töten und schwer zu verletzen", sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Von einer Amokfahrt wollte er nicht sprechen: "Das ist eine Kategorie, die es schlichtweg nicht gibt. Wir gehen von versuchtem Mord, gefährlicher Körperverletzung und einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr aus."

Gegen den Tatverdächtigen hatte ein Richter am Dienstagabend Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Der Mann war zunächst nicht vernehmungsfähig gewesen. Zu seinem Gesundheitszustand machten die Ermittler keine weiteren Angaben. Auch zur Frage, ob sich der Tatverdächtige zu den Vorwürfen geäußert hat oder zu möglichen Zeugenangaben gab es keine Informationen. Man werde nicht über einen Zwischenstand der Ermittlungen informieren, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

Auch am Mittwoch konnten sich Betroffene noch an ein Informationszentrum der Polizei für Betroffene im Rathaus der Kleinstadt wenden. Von diesem Donnerstag an werde dann eine Anlauf- und Betreuungsstelle für Opfer und Zeugen bei der Polizeistation in Bad Arolsen eingerichtet, teilte die Polizei mit. In der Anlauf- und Beratungsstelle stünden dann Opferschutzberater der Polizei als Ansprechpartner bereit. Außerdem sei weiterhin ein Callcenter für Fragen und Hinweise aus der Bevölkerung eingerichtet.

Auch die Opferschutzorganisation Weißer Ring sagte Unterstützung zu. "Wenn Hilfe benötigt wird, steht der Weiße Ring Opfern und Angehörigen, aber auch Zeuginnen und Zeugen mit Rat und Tat zur Seite", versicherte der hessische Landesvorsitzende Patrick Liesching. Die Organisation helfe auch mittel- und langfristig, etwa bei Behördengängen oder beim Beantragen von Entschädigungen.

Update am 26.02.2020, 12.20 Uhr: Ermittlungen gehen weiter in alle Richtungen

Zwischen den beiden Taten in Volkmarsen und Hanau gibt es nach Angaben von Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) keine Verbindung. In beiden Fällen würden die Ermittlungen mit Hochdruck geführt, sagte der Minister am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. "Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Hinweise, dass die beiden Taten in Zusammenhang stehen."

Auf der Suche nach dem Motiv des 29-jährigen, der beim Rosenmontagszug im nordhessischen Volkmarsen absichtlich in eine Menschenmenge gefahren sein soll, untersuchen die Ermittler Umfeld und Vorleben. "Wir fokussieren uns auf Motiv und Auslöser der Tat", sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. "Es ist ein Stück weit ein Puzzle."

Auch Datenträger würden ausgewertet. "Wenn harte Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir uns äußern". Zwischenstände zu Ermittlungsabschnitten solle es aber nicht geben, auch weil neue Erkenntnisse dann immer die Bewertung ändern könnten.

Ermittelt wird in alle Richtungen. Dabei schließe man auch einen politischen Hintergrund nicht aus, hieß es weiter. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, dass die Ermittler derzeit von einer Art Amokfahrt ausgehen.

Ein 29-jähriger Deutscher aus Volkmarsen war nach den bisherigen Ermittlungen am Rosenmontag in eine Menschenmenge gefahren. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, darunter auch 20 Kinder. Zu Medienberichten, dass Zeugen versucht hätten, in das Auto zu gelangen und den Zündschlüssel abzuziehen, äußerte sich die Staatsanwaltschaft nicht.

Man werfe dem mutmaßlichen Täter, einem 29-jährigen Deutschen aus Volkmarsen vor, "dass er sein Fahrzeug bewusst in die Menschenmenge steuerte, um Menschen zu töten und schwer zu verletzen", sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

Von einer Amokfahrt wollte er nicht sprechen: "Das ist eine Kategorie, die es schlichtweg nicht gibt. Wir gehen von versuchtem Mord, gefährlicher Körperverletzung und einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr aus." Ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes wurde erlassen. Zu dem Gesundheitszustand des Fahrers, der zunächst vernehmungsunfähig gewesen war, wollten die Ermittler nichts sagen.

Update am 25.02.2020, 11.15 Uhr: Mehr als 50 Verletzte

Die Zahl der Verletzten ist mittlerweile auf 52 Menschen angestiegen. Immer mehr Details werden zudem über den Autofahrer bekannt: Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main war der 29-Jährige während der Tat nicht betrunken. Ob er unter Einfluss von Drogen stand, ist Bestandteil der aktuellen Ermittlungen.

Neben der Festnahme des mutmaßlichen Täters gab es am Montag (24. Februar 2020) eine zweite Festnahme: Ein "Gaffervideo" sorgte für Aufregung. Gegen den Festgenommenen wird derzeit wegen einer "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Filmaufnahmen" ermittelt.

Update am 25.02.2020, 07.00 Uhr: Hintergründe noch immer nicht bekannt

Nach dem Zwischenfall mit Dutzenden Verletzten bei einem Rosenmontagszug in Nordhessen hoffen die Fahnder mehr über das Motiv des mutmaßlichen Täters zu erfahren. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte der Sprecher der Behörde, Alexander Badle.

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat lagen nicht vor. Das Innenministerium schloss einen Anschlag nicht aus. Ein Sprecher der Behörde begründete das am Montag mit der Situation vor Ort. Der Fahrer war nach ersten Erkenntnissen den Behörden nicht als Extremist bekannt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. Allerdings war der Mann der Polizei nach dpa-Informationen in der Vergangenheit durch Beleidigung, Hausfriedensbruch und Nötigung aufgefallen.

Update am 24.02.2020, 20.00 Uhr: Merkel äußert sich zur Lage in Volkmarsen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich zum Drama im hessischen Volkmarsen geäußert: "Meine Gedanken sind bei den Verletzten von Volkmarsen und ihren Angehörigen. Ich wünsche allen baldige und vollständige Genesung", ließ die CDU-Politikerin durch ihre Pressesprecherin Ulrike Demmer auf Twitter mitteilen.

Am Montagabend hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main gemeinsam mit der hessischen Polizei den neuesten Stand der Ermittlungen bekanntgegeben. Bei dem Autofahrer handelt es sich um einen 29-Jährigen, der deutscher Staatsbürger ist. Er wurde durch die Beamten festgenommen und soll einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

Update am 24.02.2020, 19.05 Uhr: Verdächtiger kommt aus Volkmarsen

Der Mann, der sein Auto in den Rosenmontagszug in Volkmarsen gesteuert haben soll, kommt selbst aus der nordhessischen Kleinstadt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montagabend mit. Das berichtet die dpa.

Update am 24.02.2020, 18.05 Uhr: 30 Verletzte in Volkmarsen

Polizeipräsident Gerhard Bereswill hat bei einer Veranstaltung in Frankfurt am Main bestätigt, dass es 30 Verletzte in Volkmarsen gibt. Jedoch ist unklar, wie schwer die Beteiligten verletzt sind. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Update am 24.02.2020, 17.15 Uhr: Mann fuhr absichtlich in Menschenmenge

Der Mann ist absichtlich in die Menschenmenge gefahren. Das teilte die Polizei am frühen Montagabend (24. Februar 2020) mit.

Der Rettungsdienst ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Weiterhin ist unklar, wie viele Verletzte es gibt. Klar ist wohl, dass es "mehrere" Schwerverletzte gibt, darunter auch Kinder.

Update am 24.02.2020, 17.05 Uhr: Autofahrer zwischen 20 und 30 Jahren alt

Der festgenommene Autofahrer ist wohl zwischen 20 und 30 Jahren alt. Das berichtet der Hessische Rundfunk.

Derweil ist weiterhin unklar, wie viele Menschen durch den Crash verletzt wurden. Die Bild spricht von mehr als 30 Verletzten. Die Polizei hält sich weiterhin bedeckt und spricht von "mehreren".

Update am 24.02.2020, 16.55 Uhr: Polizei sagt alle Faschingsumzüge in Hessen ab

Die Polizei hat alle Karnevalsumzüge in Hessen abgesagt.

Update am 24.02.2020, 16.05 Uhr: Festnahme in Volkmarsen

Der Fahrer des Autos wurde laut Angaben der örtlichen Polizei festgenommen. Die Sicherheitsbehörden sprechen weiterhin von "mehreren" Verletzten. Eine konkrete Anzahl an Verletzten, gibt es dpa-Informationen zufolge derzeit noch nicht.

Update am 24.02.2020, 15.50 Uhr: Fahrer gab laut Zeugen Vollgas

Wie Zeugen gegenüber der Frankfurter Rundschau angaben, soll der Fahrer des Autos die Absperrung umgangen und anschließend Vollgas gegeben haben. Die Informationen des HR zu den verletzten Kindern hat die örtliche Polizei noch nicht bestätigt.

Update am 24.02.2020, 15.45 Uhr: Auch Kinder unter den Verletzten

Angaben des Hessischen Rundfunks nach befinden sich unter den Verletzten auch Kinder. Der Rettungsdienst ist aktuell vor Ort.

Erstmeldung am 24.02.2020, 15.40 Uhr: Auto rast in Menschenmenge am Rosenmontag

In Hessen ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren: Ersten Angaben der Polizei zufolge, wurden dabei mehrere Menschen verletzt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Karnevalsumzug in Volkmarsen: Auto rast in Menschenmenge

Laut Informationen der Frankfurter Rundschau gaben Zeugen in Volkmarsen (Kreis Waldeck-Frankenberg) an, dass es 15 Verletzte gibt. Der Autofahrer durchbrach demnach mit seinem Wagen eine Absperrung und raste in die Menschengruppe.

tu/sl/aa/ls/dpa